Lernen einmal anders
Schule für Gesundheits- und Krankenpflege Rohrbach
Lernbereich Training und Transfer (LTT)
Der dritte Lernbereich Training und Transfer (LTT) ist ein geschützter Raum, der ergänzend zu Schule und Praxis den gezielten Erwerb und das Training pflegerischer Fertigkeiten ermöglicht. Im Zentrum stehen dabei die Anwendung, Vertiefung und Verknüpfung theoretischer Wissensinhalte mit praktischen Erfahrungen sowie die Reflexion erworbener Erkenntnisse aus dem Pflegealltag. Ein wesentliches Kernanliegen des LTT ist der Theorie‑Praxis‑Transfer, der als eines der zentralen Elemente die Handlungskompetenz der Auszubildenden nachhaltig fördert. Durch Fertigkeits‑ und Simulationstrainings, die Arbeit mit SimulationspatientInnen sowie praxisnahe Workshops mit ExpertInnen aus dem Berufsfeld werden theoretische Inhalte erlebbar gemacht und gezielt auf reale Pflegesituationen übertragen. Gleichzeitig fließen Erfahrungen aus der Praxis wieder zurück in den Unterricht und werden gemeinsam reflektiert.
Der dritte Lernort bietet mit Fähigkeiten‑ und Fertigkeitentraining, Erfahrungs‑ und Erkundungswerkstätten, problemorientiertem Lernen sowie Simulationstrainings optimale Rahmenbedingungen, um diesen wechselseitigen Transfer zwischen Theorie und Praxis zu unterstützen. Begleitet von LehrerInnen können pflegerische Handlungen erprobt, hinterfragt und weiterentwickelt werden. Im LTT dürfen Fehler gemacht, das eigene Lerntempo gelebt und persönliche Erfahrungen reflektiert werden. Er ist ein geschützter Raum, in dem Sicherheit im Handeln wächst, Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten entsteht und Kompetenzen aufgebaut werden, die gezielt auf bevorstehende Praktika und das spätere Berufsleben vorbereiten – ein Ort, an dem vieles bereits möglich ist und noch mehr für die Zukunft möglich gemacht wird.
Kabarettistisches Lernen
Nach dem Motto „Das Gestern ist das Heute von morgen“ gestaltet Hildegard Nachum (Validationsmasterin VTI, Zertifizierte Validationslehrerin VTI, Koordinatorin AVO Linz, Samariterbund und Autorin) jedes Jahr einen ganz besonderen Ausbildungstag an unserer Schule: Auf unterhaltsame und gleichzeitig lehrreiche Art und Weise bringt sie den Auszubildenden theoretische Grundlagen zur Kommunikation bei Menschen mit Demenz näher. Diese Veranstaltung kann auch von externen InteressentInnen besucht werden.
Nächster Termin: Dezember 2026
Workshops – am Beispiel „Blinder Fleck“
Behinderung erleben & verstehen: Die Auszubildenden erleben selbst, wie es ist, blind zu sein.
So erlernen Auszubildende den Umgang mit blinden Menschen. Harald Fiedler (Referent u. Gründer trotz-dem) sagt: Die aus dem Workshop resultierende Selbstreflexion und Sensibilisierung ist einerseits für den beruflichen Alltag gewinnbringend andererseits kommen diese schließlich allen Menschen und ganz besonders behinderten Personen zugute.
Exkursionen - am Beispiel Lern & Gedenkstätte Schloss Hartheim
Exkursionen sind ein wesentlicher Bestandteil der Ausbildung, da sie Lernen über das Klassenzimmer hinaus ermöglichen und theoretische Inhalte durch unmittelbare Begegnungen erfahrbar machen. Gerade Orte wie die Lern‑ und Gedenkstätte Schloss Hartheim fördern eine tiefe Auseinandersetzung mit ethischen, historischen und beruflichen Verantwortlichkeiten im Pflegeberuf. Durch das Erleben authentischer Lernorte gewinnen Auszubildende nachhaltige Eindrücke, die Wissen emotional verankern und zur kritischen Reflexion des eigenen professionellen Handelns anregen. Exkursionen stärken somit nicht nur das Fachwissen, sondern auch Wertebewusstsein, Haltung und Empathie – zentrale Kompetenzen für eine verantwortungsvolle pflegerische Tätigkeit.
Kooperationstage
Auszubildende lernen gemeinsam mit PflegerInnen aus der Praxis – aus verschiedensten Bereichen wie Akutbereich, Langzeitbereich, extramuraler Bereich. Es finden neben Impulsvorträgen auch gemeinsame Workshops statt. Ziel dieser Kooperationstage ist es, Auszubildende und PraktikerInnen themenbezogen auf dem gleichen Wissensstand zu haben.
Thema der Kooperationstage 2023: Menschen mit Beeinträchtigung
Abschlussarbeiten
Im Rahmen der Ausbildung Fach-Sozialbetreuung mit Schwerpunkt Altenarbeit absolvieren Auszubildende ein Fachprojekt rund um das Thema Demenz. Durch eine validierende Grundhaltung erlernen Auszubildende in der Praxis unter professioneller Begleitung den Umgang mit dementen Menschen.
Sie verfassen eine schriftliche Arbeit, die sowohl theoretische Inhalte zur Demenz als auch eine Zusammenfassung der Umsetzung des praktischen Fachprojektes enthält. Bei der Abschlussprüfung werden die Ergebnisse der Prüfungskommission vorgestellt.
