Kurzportrait
Name: Harald Brunner
Privates: verheiratet, 1 Tochter (8 Jahre)
Beruf: Radiologietechnologe
Abteilung: Nuklearmedizin
Klinikum: Pyhrn-Eisenwurzen Klinikum Steyr
In der OÖG seit: 2014
Wie sieht ein typischer Arbeitsalltag bei Ihnen aus?
Mein Arbeitstag beginnt meist mit der Qualitätskontrolle der Geräte, oder der Präparation der Radiopharmaka. Dann folgt die Vorbereitung der PatientInnen — Anamnese, Instruktion und Stellungnahme zu möglichen Kontraindikationen— und das genaue Einstellen der Untersuchung (Positionierung, Parameter, Strahlenschutz). Während der Aufnahmen überwache ich die Geräte (SPECT/PET/CT), die Bildqualität und den Komfort der PatientInnen. Nach der Untersuchung folgt die Bildrekonstruktion und die Dokumentation. Aber kein Tag ist gleich — das macht den Beruf spannend.
Was gefällt Ihnen an Ihrer Tätigkeit am meisten?
Mich fasziniert, wie wir durch moderne nuklearmedizinische Verfahren tiefe Einblicke in Funktion und Stoffwechsel des Körpers gewinnen können — nicht nur in die Struktur, sondern auch in die Dynamik. Zu sehen, dass ein Bild direkt die klinische Entscheidung beeinflusst und PatientInnen hilft, ist äußerst befriedigend. Außerdem fasziniert mich die Kombination aus Hightech (Scanner, Bildrekonstruktion) und direktem PatientInnen-Kontakt.
Gibt es ein Motto, das Sie durchs Leben begleitet?
„Wissenschaft erklärt den Menschen – Kunst berührt ihn.“ In meiner Arbeit als Radiologietechnologe widme ich mich der Diagnostik, um Unsichtbares sichtbar zu machen. Als Zauberkünstler „Harry Fontaine“ auf der Bühne geht es mir darum, Menschen auf emotionaler Basis zu berühren und ihnen besondere Momente zu schenken. Beides verbindet die Faszination für Details, Wahrnehmung und das Staunen über das, was man auf den ersten Blick nicht sieht.
Welche Botschaft möchten Sie der Bevölkerung mitgeben?
Ich möchte die Menschen ermutigen, achtsam mit ihrer Gesundheit umzugehen und die Möglichkeiten der modernen Medizin zu nutzen – sie kann heute Dinge sichtbar machen, die früher im Verborgenen blieben.
Zur Zauberkunst: Bewahren Sie den Sinn für Staunen und Neugier! Es tut gut, manchmal den Kopf einfach auszuschalten und sich ein bisschen verzaubern zu lassen.
Was verbindet Sie mit dem Pyhrn-Eisenwurzen Klinikum Steyr?
Das Klinikum ist für mich mehr als ein Arbeitsplatz: es ist ein Ort der Zusammenarbeit. Die interdisziplinäre Kooperation — ÄrztInnen, Pflege, Technik — ermöglicht bestmögliche Versorgung. Ich schätze die professionelle Atmosphäre, den Austausch und die Möglichkeit, technisch und fachlich ständig dazuzulernen.
Was ist Ihnen wichtig in Ihrer Freizeit?
Ein großer Teil meiner Freizeit gehört meiner zweiten Leidenschaft – der Zauberkunst. Seit vielen Jahren bin ich unter meinem Künstlernamen Harry Fontaine als Zauberkünstler aktiv. Meine Zauberkunst richtet sich dabei an ein erwachsenes kulturinteressiertes Publikum. Meine Spezialität ist die geschichtenerzählende Kartenmagie, die ich bei Firmenfeiern, Jubiläen, Kulturveranstaltungen und in Theatern präsentiere. Mich fasziniert daran, wie man mit einfachen Spielkarten Emotionen, Staunen und manchmal auch Nachdenklichkeit erzeugen kann.
Während meiner Shows geht es nicht nur um Tricks – sondern darum, eine Geschichte zu erzählen, die das Publikum mitnimmt. Jede Darbietung ist einzigartig, denn sie entsteht oft im Moment, im Dialog mit den Zuschauern. Diese Mischung aus Psychologie, Wahrnehmung, Kunst und Handwerk begeistert mich immer wieder aufs Neue.
Die Zauberei ist für mich auch ein wunderbarer Ausgleich zum technisch-wissenschaftlichen Alltag in der Nuklearmedizin. Während ich im Beruf auf Präzision, Sicherheit und Messbarkeit achte, kann ich auf der Bühne Intuition, Kreativität und Emotionen Raum geben.
Mehr Informationen über meine Programme und Auftritte gibt es auf meiner Website www.harryfontaine.at, oder auf Facebook und Instagram (#harryfontainemagic).
Neben der Zauberkunst genieße ich Zeit mit Familie und Freunden, und finde Ausgleich in Brettspielen und Literatur. All das inspiriert mich sowohl für meinen Beruf als Radiologietechnologe als auch für meine Arbeit als Künstler.