Modediäten, die in sozialen Netzwerken gerade mit der beginnenden Fastenzeit schnelle Gewichtsreduktion versprechen, blenden oft grundlegende physiologische Prozesse aus. Radikale Kurzzeitprogramme können zu Mangelzuständen, Erschöpfung oder dem bekannten Jo‑Jo‑Effekt führen. Die Diätologinnen und Diätologen am Pyhrn-Eisenwurzen Klinikum Kirchdorf setzen hier einen klaren Gegenpol: Sie arbeiten mit wissenschaftlich fundierten Empfehlungen, die auf langfristige Gesundheit abzielen. Eine ausgewogene, abwechslungsreiche Ernährung – reich an Ballaststoffen, frischen Lebensmitteln und ausreichend Flüssigkeit – unterstützt nicht nur den Stoffwechsel, sondern auch das allgemeine Wohlbefinden. Eine ausgewogene Ernährung ist weit mehr als eine Frage des Geschmacks.
Gesundheitsvorsorge: Was Ernährung wirklich leisten kann
Ernährung ist ein zentraler Baustein medizinischer Versorgung und ein entscheidender Faktor für Gesundheit, Heilungsverlauf und Wohlbefinden. Am Pyhrn‑Eisenwurzen Klinikum Kirchdorf arbeiten die DiätologInnen tagtäglich an dieser wichtigen Schnittstelle zwischen Medizin, Küche und Patientinnen und Patienten. Sie gehören zu den medizinisch‑technischen Diensten des Hauses, ihre Berufsbezeichnung lautet Diätologin bzw. Diätologe. Ihr Auftrag ist klar definiert: Sie beraten Gesunde und Kranke, begleiten diese im Rahmen einer individuell angepassten Ernährungstherapie und setzen dabei auf fundiertes, wissenschaftlich untermauertes Ernährungswissen. Durch den Abschluss eines 3-jährigen Studiums mit dem Titel „Bachelor of Science in Health Studies“ an der Fachhochschule ist eine DiätologIn dazu berechtigt, neben ÄrztInnen auch für kranke Menschen Ernährungsberatungen bzw. - therapien durchzuführen.
Eine besondere Rolle spielt die Darmgesundheit. Der Darm ist weit mehr als ein Verdauungsorgan: Er ist eng mit dem Immunsystem, hormonellen Abläufen und sogar der psychischen Verfassung verbunden.
„Gesundes Essen und Trinken steigert Wohlbefinden und Lebensqualität“, bringt es Diätologin Katharina Berger, BSc, auf den Punkt. Damit positionieren sich die Kirchdorfer Diätologinnen klar gegen kurzlebige Diättrends und setzen auf evidenzbasierte, praktikable Empfehlungen.
Ernährung als Teil der medizinischen Behandlung
Noch deutlicher zeigt sich die Kraft der Ernährung im klinischen Alltag. Die DiätologInnen des Pyhrn-Eisenwurzen Klinikums Kirchdorf sind auf allen bettenführenden Abteilungen tätig und betreuen zusätzlich die angeschlossenen Ambulanzen. Die Einsatzgebiete sind vielfältig: Diabetes und Herz‑Kreislauf‑Erkrankungen, gastroenterologische Beschwerden, Tumorerkrankungen, Unterernährung oder Mangelzustände, Ernährung rund um operative Eingriffe u. v. m. Ihre Arbeit erfordert ein sensibles Verständnis für die Bedürfnisse der Patientinnen und Patienten ebenso wie für die medizinischen Anforderungen der einzelnen Fachbereiche. Dabei nehmen sie eine zentrale Vermittlungsrolle ein: Sie übersetzen ärztliche Vorgaben in alltagstaugliche Ernährungstherapien und sorgen gleichzeitig dafür, dass diese in der Krankenhausküche praktisch umgesetzt werden können. Dass „Ernährung wirkt“, zeigt sich täglich: Sie unterstützt Wundheilung, stabilisiert den Stoffwechsel, fördert die Regeneration und kann wesentlich zum Therapieerfolg beitragen. Deshalb ist die enge Zusammenarbeit zwischen medizinischen Fachbereichen und Küche im Klinikum ein fixer Bestandteil der Versorgung.
Neben der fachlichen Expertise spielt auch der menschliche Zugang eine wesentliche Rolle. „Wir begleiten Menschen nicht nur fachlich, sondern auch menschlich. Ernährung ist etwas sehr Persönliches – und genau dort beginnt erfolgreiche Therapie“, sagt Diätologin Julia Siegl.
Damit positionieren sich die DiätologInnen klar gegen kurzlebige Ernährungstrends und setzen bewusst auf eine evidenzbasierte, nachhaltige Ernährungsmedizin. Gute Ernährung ist keine Mode und erst recht keine schnelle Lösung. Sie ist ein zentrales Element moderner Gesundheitsvorsorge und klinischer Therapie.