„Wer zahlt kommt früher dran“. Raschere OP-Termine durch private Zuzahlungen. Mit diesen Vorwürfen sehen sich die Oberösterreichischen Krankenanstalten durch die von der Arbeiterkammer (AK) präsentierte IHS-Studie konfrontiert. Als öffentliche oberösterreichische Krankenanstalten halten wir fest, dass die Vorwürfe unseren Haltungen, unseren Prinzipien und unseren Vorgaben klar widersprechen.
Gemeinsam sehen wir den gerechten Zugang zum Gesundheitssystem als eine der Hauptstärken unseres Gesundheitssystems.
Die Vergabe von elektiven Operationen hat sich primär nach medizinischer Notwendigkeit zu richten. Unsere Anmeldesysteme, Vorgaben und Regelungen zielen darauf ab, einen gerechten Zugang sicherzustellen. Wir überprüfen unser Vorgehen regelmäßig. Überprüfungen finden auch durch Audits, Revisionen, die Behörde und auch den Rechnungshof statt. Zudem bestehen an allen Krankenanstalten Möglichkeiten Auffälligkeiten und nicht reguläre Vorgehensweisen anonym und offen zu melden. Wir gehen jeder Meldung und jedem Verdacht konsequent nach.
Die veröffentlichte Studie nehmen wir naturgemäß ernst. Sie bekräftigt uns, unseren Weg konsequent weiterzugehen und insbesondere die gemeinsamen Bemühungen Wartezeiten generell zu reduzieren.
Zudem halten wir fest: Die in Österreich gesetzlich vorgesehene Sonderklasse kann ebenfalls nicht mit einer unzulässigen Vorreihung gleichgesetzt werden. Zusatzversicherte PatientInnen finanzieren über eigene Beiträge zusätzliche Leistungen, die in einem eigenständigen Leistungsbereich erbracht werden.
Klar und überzeugt verwehren wir uns dem Vorwurf eines systematischen Missbrauchs durch Ärztinnen und Ärzte unserer Unternehmen.
Unser gemeinsames Ziel ist ein transparentes und faires Gesundheitssystem. Deshalb begrüßen wir jede sachliche Diskussion über unterschiedliche Herausforderungen, denen wir uns, denen sich unsere MitarbeiterInnen, tagtäglich stellen und stehen Verbesserungsvorschlägen offen gegenüber. Pauschale Vorverurteilungen ohne konkrete Nachweise lehnen die oberösterreichischen Spitalsträger allerdings entschieden ab.
Für die oberösterreichischen Spitalsträger:
Dr. Tilman Königswieser, MPH Mag. Johann Minihuber, MBA MAS
Vorsitzender der Geschäftsführung der OÖ Gesundheitsholding GmbH Geschäftsführer der Oö. Ordensspitäler Koordinations GmbH