KIRCHDORF. Anlässlich des internationalen Tages der Pflege feiert die Schule für Gesundheits- und Krankenpflege (GuKPS) am Pyhrn-Eisenwurzen Klinikum Kirchdorf heute am 12. Mai 2026 ihr 35-jähriges Bestehen und blickt gleichzeitig in die Zukunft. Mit diesem Fest und der symbolischen Pflanzung eines Baumes im Schulgarten setzt die OÖ Gesundheitsholding ein starkes Zeichen für moderne Pflegeausbildung, regionale Verwurzelung und nachhaltige Weiterentwicklung.
Die Schule für Gesundheits- und Krankenpflege am Pyhrn-Eisenwurzen Klinikum Kirchdorf blickt auf eine langjährige Geschichte zurück: 1991 startete die heutige Gesundheits- und Krankenpflegeschule (GuKPS) Kirchdorf mit dem ersten Lehrgang. Neben der damaligen Schuloberin (wie sie zu diesem Zeitpunkt noch genannt wurde) Walpurga Auinger, welche später die Pflegedirektorin des Pyhrn-Eisenwurzen Klinikums wurde, standen drei “Lehrschwestern” (damalige Bezeichnung) beim Aufbau der Schule und beim Unterricht der 32 SchülerInnen zur Seite. Da die räumlichen und weiteren strukturellen Rahmenbedingungen erst Schritt für Schritt aufgebaut werden mussten, fand der Unterricht im ersten Jahr hauptsächlich in den Räumlichkeiten der Wirtschaftskammer und im Krankenhaus Kirchdorf statt. Jetzt, 35 Jahre später, ist die GuKPS Kirchdorf in einem Schulverbund mit fast 30 MitarbeiterInnen in Steyr und Kirchdorf bestens vernetzt und alleine am Standort in Kirchdorf starten pro Schuljahr rund 100 Auszubildende ihre Pflegekarriere.
Die Schule in Kirchdorf ist einer von neun Schulstandorten der OÖG, die als größte oberösterreichische Ausbildnerin im Gesundheitsbereich auf Strukturen setzt, die Auszubildende von Beginn an bestmöglich unterstützen. Ein professionell gestaltetes Onboarding sowohl in der Schule als auch im Praktikum, klare Abläufe und eine verlässliche Begleitung in der Startphase schaffen Orientierung und fördern Handlungssicherheit. “Die Oberösterreichische Gesundheitsholding ist mit ihren Regionalkliniken und dem Kepler Universitätsklinikum nicht nur die größte oberösterreichische Spitalsträgerin, sondern mit ihren neun Schulstandorten auch die größte Ausbildnerin im Bereich der Pflege und der medizinischen Assistenzberufe. Mit vielfältigen Ausbildungsmöglichkeiten und der laufenden baulich und ausstattungsmäßigen Erneuerung und Verbesserung sorgen wir für einen hochqualifizierten Nachwuchs für unsere eigenen Kliniken und darüber hinaus für ganz Oberösterreich“, betont Mag. Karl Lehner, MBA, Mitglied der Geschäftsführung der OÖ Gesundheitsholding.
Modernes Gebäude für zeitgemäße Pflegeausbildung
Bis zum Umzug in das neue Schulgebäude im Frühjahr 2025 befand sich die Schule für Gesundheits- und Krankenpflege in den Räumlichkeiten des Pyhrn-Eisenwurzen Klinikums Kirchdorf. Aufgrund der stark steigenden Zahl an Auszubildenden und der Vielfalt der angebotenen Ausbildungen wurden die Räumlichkeiten allmählich zu klein.
Nachhaltigkeit wurde bei der räumlichen Veränderung des Schulgebäudes großgeschrieben, denn anstatt eines Neubaus entschied sich die OÖG für den Ankauf und die Sanierung des ehemaligen Pfarrheimes im Kirchdorfer Ortskern – nur wenige Gehminuten vom Klinikum entfernt. Die OÖG bekam 2025 im Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz den renommierten Best Practice Award “Klimafreundliche Gesundheitseinrichtungen 2025” in der Kategorie “Gebäude und Energie” verliehen. Im Rahmen der heutigen Feierlichkeit wird das Preisgeld von € 1.000 von Mag. Karl Lehner, MBA an die Schuldirektorin Maria Ragl MSc. übergeben.
Das neue Schulgebäude bietet nicht nur mehr Platz, sondern schafft auch eine ideale Lernumgebung für die Auszubildenden und fördert so ihre Entwicklung. Die OÖ. Gesundheitsholding ist bestrebt, an allen Schulstandorten hochqualifizierte Pflegekräfte für die Bedürfnisse der einzelnen Regionen auszubilden. So auch hier in Kirchdorf, wo das neue Schulgebäude dazu beiträgt, diese Mission noch besser zu erfüllen. Auf 850 Quadratmetern befinden sich neben großzügigen Lehrsälen für theoretischen und praktischen Unterricht auch Begegnungs- und Austauschzonen, die eine lebendige Lernatmosphäre fördern. Ergänzt wird das Angebot durch eine Bibliothek, einen Besprechungs- und Aufenthaltsraum für die Lehrenden und Büroräume für die Schulverwaltung. Ein Highlight ist der neu gestaltete Schulgarten, der nicht nur für Unterrichtszwecke, sondern auch für Erholung und gemeinsame Aktivitäten genutzt werden kann.
Im Rückblick auf 35 Jahre Schulgeschichte zeigt sich, wie stark sich die Pflegeausbildung in dieser Zeit verändert hat. „Die Berufsbilder der Gesundheits- und Krankenpflege entwickeln sich laufend weiter, und damit auch die Anforderungen an die Ausbildung“, erklärt Mag.a Martina Bruckner, Geschäftsbereichsleiterin der OÖG-Schulen. „Moderne Pflegeausbildung verbindet heute theoretisches Wissen, praktische Fertigkeiten und die Fähigkeit zur Reflexion. Dafür braucht es Lernumgebungen, die Austausch ermöglichen, vernetztes Denken fördern und Raum für Erfahrungen bieten.“ Eine offene Lernkultur sei dabei zentral. „Gerade in der Pflegeausbildung ist es wichtig, Dinge auszuprobieren und aus Fehlern lernen zu können. Diese Haltung begleitet unsere Schulen seit vielen Jahren und stärkt die Handlungssicherheit der Auszubildenden.“ Bruckner betont zudem die Bedeutung der Vielfalt: „Die unterschiedlichen Ausbildungswege – Pflegestarter*innen, Heimhilfe, Fach-Sozialbetreuung Schwerpunkt Altenarbeit sowie Pflegefachassistenz – spiegeln die Vielfalt der Pflege selbst wider und eröffnen individuelle Karrierewege.“ Dass die Schule Kirchdorf heute ein so breites und zeitgemäßes Ausbildungsangebot bietet, sei das Ergebnis kontinuierlicher Weiterentwicklung. „Wir orientieren uns an den Bedürfnissen der Auszubildenden und an den Anforderungen der Gesellschaft. Pflegekräfte leisten einen wichtigen Beitrag zur Gesundheit der Menschen. Eine Ausbildung, die sich laufend weiterentwickelt, ist dafür unverzichtbar.“
Ein sichtbares Zeichen für nachhaltige Pflegeausbildung
Die Pflegeausbildung an den Schulen der OÖG verbindet vielfältige Ausbildungsangebote mit einem modularen Aufbau, der flexible Karrierewege ermöglicht. Dank der Durchlässigkeit in den Pflegeausbildungen ist es AbsolventInnen möglich, ihre Ausbildungsabschlüsse individuell zu erweitern – inklusive der Option, beispielsweise nach Abschluss der PFA-Ausbildung bei Erfüllung bestimmter Voraussetzungen an der FH Gesundheitsberufe direkt in das dritte Semester des Bachelor-Studiums Gesundheits- und Krankenpflege einzusteigen.
Aber nicht nur die Ausbildungen sind vielfältig, sondern auch die Auszubildenden selbst. An der Schule in Kirchdorf beispielsweise sind diese zwischen 15 und 55 Jahre alt und bringen unterschiedlichste berufliche Hintergründe mit. „Diese Vielfalt ist eine große Stärke, denn sie ermöglicht es uns, voneinander zu profitieren“, erklärt Direktorin Maria Ragl, MSc.
Ein weiterer zentraler Erfolgsfaktor ist die enge Kooperation mit dem Schulstandort Steyr. Durch regelmäßige Abstimmung und kontinuierlichen Austausch gelingt es, flexibel auf Veränderungen in der Pflegeausbildung zu reagieren und den Auszubildenden bestmögliche Bedingungen zu bieten. Durch die enge Zusammenarbeit wird das Ausbildungsangebot im Schulverbund durch die Medizinischen Assistenzberufe und die Operationstechnische Assistenz ergänzt. „Dies ist entscheidend, um eine qualitativ hochwertige Pflege in unserer Region sicherzustellen und dem Pflegefachkräftemangel entgegenzuwirken“, so Ragl.
Dass die Schule heute so breit aufgestellt ist, ist das Ergebnis einer kontinuierlichen Weiterentwicklung. „Die Pflege ist eng mit der Gesellschaft verbunden und wir müssen daher rasch auf Veränderungen und Bedarfe reagieren können“, betont Ragl. Dabei spüre man einen starken Rückhalt durch die OÖG, die die Schule in ihrer Entwicklung tatkräftig begleitet. Die kurzen Wege und die enge Zusammenarbeit mit der OÖG seien ein wesentlicher Grund dafür, dass neue Anforderungen schnell umgesetzt werden können – sei es im Bauwesen, in Rechtsangelegenheiten oder in anderen Bereichen.
Vor diesem Hintergrund erhält die heutige Baumpflanzung im Schulgarten eine besondere Bedeutung. Sie steht sinnbildlich dafür, was die Schule ausmacht: Verwurzelung in der Region, stetiges Wachstum und die Bereitschaft, Verantwortung für kommende Generationen zu übernehmen. „Der Baum ist ein sichtbares Zeichen dafür, dass wir weiterwachsen – getragen von starken Wurzeln und dem gemeinsamen Ziel, die Gesundheitsversorgung der Region nachhaltig zu sichern“, fasst Ragl zusammen.
Über die GuKPS Kirchdorf
Die Schule für Gesundheits- und Krankenpflege in Kirchdorf bildet seit nunmehr 35 Jahren hochqualifizierte Pflegefachkräfte für die Bedürfnisse der Region aus. Mit dem Neubau um gesamt rund € 2,4 Mio. wurde das Ausbildungsangebot noch effektiver gestaltet und auf modernste Standards angepasst. In einem speziell der Ausbildung gewidmeten Raumkonzept werden Auszubildende bestmöglich auf ihre Berufstätigkeit in der Gesundheits- und Krankenpflege vorbereitet. Nachhaltigkeit und ein innovatives Raumkonzept standen im Fokus der Bauplanung. Durch kurze Wege – nicht nur für die Auszubildenden, sondern auch für die Lehrenden – wird sichergestellt, dass die Zeit für den Unterricht optimal genutzt werden kann.
Daten & Fakten
- Auszubildende (Stand Mai 2026): 65 Auszubildende
- Aktuelles Schulteam: 16 MitarbeiterInnen, davon 12 PflegepädagogInnen, eine Direktorin, eine Standortleitung, eine Schulsekretärin und eine Mitarbeiterin im Ausbildungsmarketing
- 850 m2 einschließlich Simulationsraum im Klinikum
- 5 Lehrsäle (davon 1 Übungszimmer mit 4 Betten)
- Derzeit werden an der GuKPS Kirchdorf folgende Ausbildungen angeboten:
| Ausbildung | Auszubildende |
Pflegeassistenz (PA) In Teilzeit (25 WS) | Nächster Start im März 2027 20 |
Pflegefachassistenz (PFA) - davon 2. ABJ | 33 17 16 |
| Pflegestarter*innen (PS) | 13 |
| Verkürzte Ausbildung gemäß §44 GuKG (DGKP) | 19 |
| Fach-Sozialbetreuung mit Schwerpunkt Altenarbeit | Nächster Start nach Bedarf in TZ in Planung |
| Berufsfindungspraktikum (BFP) | Schulkooperation mit dem Standort Steyr |
Bildtexte:
Bild 1: Im Schulgarten wurde symbolisch ein Baum als Schattenspender für die Auszubildenden gepflanzt. v.l.n.r.: Maria Ragl MSc., Ing. Reinhold Mittermayr, Mag.a Martina Bruckner, LAbg. Mag.a Doris Staudinger, Mag. Karl Lehner MBA, Daniela Doleschal MHPE
Bild 2: GF Mag. Karl Lehner, MBA überreichte im Namen der OÖG das Preisgeld des Best Practice Awards für die nachhaltige Sanierung des Schulgebäudes an das Schulteam in Kirchdorf. v.l.n.r.: Mag. Karl Lehner MBA, Mag.a Martina Bruckner, Maria Ragl MSc, Daniela Doleschal MHPE, Mag.a Petra Walzel, Ing. Reinhold Mittermayr
Bild 3: Das Kirchdorfer Schulteam feierte mit LAbg. Mag.a Doris Staudinger, GF Mag. Karl Lehner, MBA, Mag.a Martina Bruckner und der Kollegialen Führung des Pyhrn-Eisenwurzen Klinikums das 35-jährige Jubiläum
Bild 4: Das Team der Schule für Gesundheits- und Krankenpflege am Pyhrn-Eisenwurzen Klinikum Kirchdorf
Bild 5: Das neue Schulgebäude der GuKPS Kirchdorf bietet den Auszubildenden auch optimale Begegnungszonen
Bild 6: Das kürzlich sanierte Schulgebäude erstrahlt in neuem Glanz
Bild 7: Mag. Karl Lehner, MBA, Mitglied der Geschäftsführung der OÖG
Bild 8: Mag.a Martina Bruckner, Leitung der Schulen in der OÖG
Bild 9: Maria Ragl MSc, Direktorin der GuKPS am Pyhrn-Eisenwurzen Klinikum
Fotocredit: OÖG, honorarfrei
Kurzfassung:
Anlässlich des internationalen Tages der Pflege feiert die Schule für Gesundheits- und Krankenpflege (GuKPS) am Pyhrn-Eisenwurzen Klinikum Kirchdorf heute am 12. Mai 2026 ihr 35-jähriges Bestehen und blickt gleichzeitig in die Zukunft. Mit diesem Fest und der symbolischen Pflanzung eines Baumes im Schulgarten setzt die OÖ Gesundheitsholding ein starkes Zeichen für moderne Pflegeausbildung, regionale Verwurzelung und nachhaltige Weiterentwicklung.
Seit dem Start im Jahr 1991 hat sich die GuKPS Kirchdorf zu einem modernen, gut vernetzten Ausbildungsstandort mit rund 100 Ausbildungsstartenden pro Jahr entwickelt. Als Teil der OÖ Gesundheitsholding bietet sie strukturierte Ausbildung, professionelle Begleitung und vielfältige Bildungswege. Ein Meilenstein war der Umzug 2025 in ein nachhaltig saniertes Gebäude im Ortskern, das mit zeitgemäßer Ausstattung und neuen Lernräumen optimale Bedingungen für Theorie und Praxis schafft.
Die Schule steht heute für eine moderne, flexible und praxisnahe Pflegeausbildung, die auf Vielfalt, Durchlässigkeit und kontinuierliche Weiterentwicklung setzt. Unterschiedliche Ausbildungswege, enge Kooperationen und eine offene Lernkultur stärken die Handlungssicherheit der Auszubildenden und sichern langfristig die Gesundheitsversorgung in der Region. Die Baumpflanzung symbolisiert dabei Wachstum, Beständigkeit und Verantwortung für kommende Generationen.
Rückfragen bitte an:
Mag.a Sabine Sturmberger
OÖ Gesundheitsholding GmbH
PR&Kommunikation - Ausbildungsmarketing
Tel.: 05 055460-20450 oder 0664 88891444
E-Mail: sabine.sturmberger@ooeg.at
Im Schulgarten wurde symbolisch ein Baum als Schattenspender für die Auszubildenden gepflanzt. v.l.n.r.: Maria Ragl MSc., Ing. Reinhold Mittermayr, Mag.a Martina Bruckner, LAbg. Mag.a Doris Staudinger, Mag. Karl Lehner MBA, Daniela Doleschal MHPE
GF Mag. Karl Lehner, MBA überreichte im Namen der OÖG das Preisgeld des Best Practice Awards für die nachhaltige Sanierung des Schulgebäudes an das Schulteam in Kirchdorf. v.l.n.r.: Mag. Karl Lehner MBA, Mag.a Martina Bruckner, Maria Ragl MSc, Daniela Doleschal MHPE, Mag.a Petra Walzel, Ing. Reinhold Mittermayr
Das Kirchdorfer Schulteam feierte mit LAbg. Mag.a Doris Staudinger, GF Mag. Karl Lehner, MBA, Mag.a Martina Bruckner und der Kollegialen Führung des Pyhrn-Eisenwurzen Klinikums das 35-jährige Jubiläum
Das Team der Schule für Gesundheits- und Krankenpflege am Pyhrn-Eisenwurzen Klinikum Kirchdorf
Das neue Schulgebäude der GuKPS Kirchdorf bietet den Auszubildenden auch optimale Begegnungszonen
Das kürzlich sanierte Schulgebäude erstrahlt in neuem Glanz
Mag. Karl Lehner, MBA, Mitglied der Geschäftsführung der OÖG
Mag.a Martina Bruckner, Leitung der Schulen in der OÖG
Maria Ragl MSc, Direktorin der GuKPS am Pyhrn-Eisenwurzen Klinikum