SCHÄRDING. Vortrag und Fortbildung am Klinikum Schärding zeigen, wie interdisziplinäre Unterstützung betroffene Eltern entlasten kann.
Rund um die Frage, was Eltern in der unvorstellbaren Situation stärkt, wenn ihr Kind tot zur Welt kommt, fand am 18. und 19. März am Klinikum Schärding eine zweitägige Kooperationsveranstaltung der Abteilung Gynäkologie und Geburtshilfe des Klinikums Schärding und der Frühen Hilfen Innviertel statt. Der Vortrag sowie die vertiefende Fortbildung richteten sich an Fachpersonal aus Medizin, Hebammenwesen, Pflege, Psychologie und Sozialarbeit.
Ziel war es, professionelle Helfer dabei zu unterstützen, Familien in dieser extrem belastenden Lebenssituation einfühlsam, fachlich kompetent und interdisziplinär zu begleiten. „Eine stille Geburt ist ein schmerzhafter Einschnitt im Leben von Eltern – ein Verlust, für den es oft keine Worte gibt. Gerade in dieser schweren Zeit ist es entscheidend, dass Familien nicht allein bleiben“, sagt Mitorganisatorin Daniela Rebhan von den Frühen Hilfen.
Stärkung für Familien – Stärkung für Fachkräfte
Referentin Franziska Maurer, Hebamme und MSc für Hebammenarbeit, ist zudem freie Dozentin und Autorin des Buches „Fehlgeburt – eine kleine Geburt. Die Physiologie kennen, professionell handeln.“
In ihrem Vortrag betonte sie die Bedeutung einer achtsamen Begleitung: „Wenn ein Kind tot zur Welt kommt, stehen Eltern vor einem emotionalen Ausnahmezustand. Was ihnen jetzt wirklich hilft, ist Klarheit, würdevoller Raum und die Erfahrung, dass sie als Mutter und Vater gesehen werden – auch wenn ihr Kind nicht lebt“, so Maurer.
Auch Prim. Dr. Florian Degenhart, Leiter der Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe, unterstrich die Relevanz des Themas: „Wir sehen es als unseren Auftrag, Eltern in jedem Verlauf der Geburt bestmöglich zu begleiten – auch in den schwersten Momenten. Diese Fortbildung hilft uns, gemeinsam Standards weiterzuentwickeln, die menschlich berühren und zugleich fachlich höchste Qualität bieten.“
Die Veranstaltung fand großen Anklang bei Fachpersonen aus dem Innviertel und angrenzenden Regionen. Auch aus Deutschland kamen Teilnehmende zum Vortrag und zur Fortbildung. Praxisnah wurde erörtert, wie medizinisches Handeln, empathische Kommunikation und gut abgestimmte Teamarbeit dazu beitragen können, den Eltern Halt zu geben. Durch Veranstaltungen wie diese wollen das Klinikum Schärding und die Frühen Hilfen Innviertel dazu beitragen, dass betroffene Familien auch in extremen Belastungssituationen bestmöglich begleitet werden.
Bildtexte:
Bildtext 1: Daniela Rebhan von den Frühen Hilfen Innviertel, Referentin Franziska Maurer, MSc, und Prim. Dr. Florian Degenhart setzen sich dafür ein, dass Eltern im Falle einer Totgeburt bestmöglich begleitet werden.
Fotocredit: OÖG honorarfrei
Bildtext 2: Wenn ein Kind tot zur Welt kommt, brauchen Eltern die Unterstützung von kompetentem Fachpersonal.
Fotocredit: Will Esayenko/Unsplash
Rückfragen bitte an:
Mag.a Katharina Hensen, MA
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Klinikum Schärding
Tel.: 05 055478-22250
E-Mail: mailto:katharina.hensen@ooeg.at
Daniela Rebhan von den Frühen Hilfen Innviertel, Referentin Franziska Maurer, MSc, und Prim. Dr. Florian Degenhart setzen sich dafür ein, dass Eltern im Falle einer Totgeburt bestmöglich begleitet werden.
Wenn ein Kind tot zur Welt kommt, brauchen Eltern die Unterstützung von kompetentem Fachpersonal. Fotocredit: Will Esayenko/Unsplash