VÖCKLABRUCK. Voll angelaufen sind die Vorbereitungen für das am Salzkammergut Klinikum Vöcklabruck geplante Entwicklungsmedizinische Zentrum (EMZ). Dieses soll künftig ein zentraler Bestandteil des bereits im Dezember vorgestellten Entwicklungsmedizinischen Netzwerks in Oberösterreich sein und eine wichtige Anlaufstelle für Kinder und Jugendliche bieten. Für den Aufbau holte sich das Team rund um Prim. Priv.-Doz. Dr. Dieter Furthner nun gezielt fachliche Impulse aus Regensburg.
Ein Entwicklungsmedizinisches Zentrum bietet spezialisierte Diagnostik, Therapie und Begleitung für Kinder und Jugendliche mit Entwicklungsauffälligkeiten, chronischen Erkrankungen oder komplexen medizinischen Fragestellungen. In Vöcklabruck werden künftig erstmals medizinische, therapeutische und sozialpädiatrische Leistungen gebündelt – von der interdisziplinären Entwicklungsdiagnostik über individuelle Therapiepläne bis hin zur engen Zusammenarbeit mit Familien, Schulen und regionalen Partnern.
Damit entsteht im Salzkammergut ein umfassendes Versorgungsangebot, das Familien nachhaltig entlastet und die wohnortnahe Betreuung stärkt.
Regensburg als Vorbild für moderne Strukturen
Im Zuge der Planungen besuchte ein multiprofessionelles Team rund um Prim. Priv.-Doz. Dr. Dieter Furthner ein renommiertes Sozialpädiatrisches Zentrum, das vom Leistungsangebot her gleichzusetzen ist mit einem Entwicklungsmedizinischen Zentrum, in Regensburg. Der Austausch mit den deutschen KollegInnen lieferte wertvolle Einblicke in etablierte Abläufe, Organisationsformen und Best-Practice-Modelle.
„Die Erfahrungen aus Regensburg sind für uns von unschätzbarem Wert. Sie zeigen, wie ein modernes EMZ funktionieren kann und welche Strukturen notwendig sind, um Kinder und Jugendliche bestmöglich zu unterstützen“, betont Prim. Priv.-Doz. Dr. Dieter Furthner, Leiter der Abteilung für Kinder- und Jugendheilkunde am Salzkammergut Klinikum Vöcklabruck.
Meilenstein für die Region
Das geplante Entwicklungsmedizinische Zentrum ist Teil des Entwicklungsmedizinischen Netzwerks, das im Dezember 2025 vom Land Oberösterreich und der Österreichischen Gesundheitskasse vorgestellt wurde. Damit wird ein zukunftsweisendes Modell für interdisziplinäre Kinder- und Jugendmedizin etabliert. Das Salzkammergut Klinikum Vöcklabruck übernimmt darin eine zentrale Rolle in der entwicklungsmedizinischen Versorgung Oberösterreichs. Der Baustart ist für 2027 vorgesehen.
„Mit dem Entwicklungsmedizinischen Zentrum in Vöcklabruck schaffen wir ein zukunftsweisendes Angebot für Kinder und Jugendliche, das medizinische Qualität, interdisziplinäre Zusammenarbeit und wohnortnahe Versorgung verbindet. Gerade bei komplexen Fragestellungen ist es entscheidend, dass alle Beteiligten eng zusammenarbeiten – genau dieses Miteinander macht starke Gesundheitsversorgung aus“,
so Dr. Tilman Königswieser, MPH, Vorsitzender der Geschäftsführung der Oberösterreichischen Gesundheitsholding.
„Gerade für Kinder und ihre Familien braucht es verlässliche, wohnortnahe und gut vernetzte Angebote. Mit dem neuen Entwicklungsmedizinischen Zentrum in Vöcklabruck setzen wir einen wichtigen Schritt, um die entwicklungsmedizinische Versorgung in Oberösterreich weiter zu stärken. Unser Ziel ist es, jedes Kind bestmöglich zu unterstützen – frühzeitig, individuell und in enger Zusammenarbeit aller beteiligten Partner“,
betont Gesundheitslandesrätin Landeshauptmann-Stellvertreterin Mag.a Christine Haberlander.
Bildtext
Bildtext: Einen spannenden und zugleich entspannten Austausch gab es beim Besuch in Regensburg: Prim. Priv.-Doz. Dr. Dieter Furthner (li.), Leiter Kinder- und Jugendheilkunde am Salzkammergut Klinikum Vöcklabruck mit seinem multiprofessionellen Team.
Fotocredit: OÖG, honorarfrei
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Wolfgang Baihuber
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Einen spannenden und zugleich entspannten Austausch gab es beim Besuch in Regensburg: Prim. Priv.-Doz. Dr. Dieter Furthner (li.), Leiter Kinder- und Jugendheilkunde am Salzkammergut Klinikum Vöcklabruck mit seinem multiprofessionellen Team.