LINZ/STEYR. Erstmals haben an den Schulen der Oberösterreichischen Gesundheitsholding (OÖG) Absolventinnen und Absolventen die Ausbildung zur Operationstechnischen Assistenz (OTA) erfolgreich abgeschlossen. Dieser Abschluss markiert einen wichtigen Schritt für die OP‑Teams der OÖG, denn OTAs übernehmen zentrale Aufgaben vor, während und nach Operationen. Damit gewährleisten sie reibungslose Abläufe und schaffen gleichzeitig eine deutliche Entlastung des medizinischen Fachpersonals.
OÖG-weit haben im April insgesamt 25 Personen die dreijährige Ausbildung zur Operationstechnischen Assistenz (OTA) an den Schulen am Pyhrn-Eisenwurzen Klinikum Steyr sowie am Kepler Universitätsklinikum erfolgreich abgeschlossen. Diese Ausbildung umfasst sowohl theoretische als auch umfangreiche praktische Anteile. Mehr als die Hälfte von ihnen wird künftig direkt in den Regionalkliniken der OÖG und im Kepler Universitätsklinikum (KUK) tätig sein und somit die OP‑Bereiche in den Regionen nachhaltig stärken. Diese ersten Abschlüsse in der OTA sind ein weiterer bedeutender Schritt der OÖG, um den Anforderungen in der perioperativen – also vor, während und nach der Operation – Versorgung professionell und zukunftsorientiert zu begegnen. Durch ihr spezialisiertes Know‑how tragen OTAs dazu bei, Abläufe effizienter zu gestalten und medizinisches sowie pflegerisches Personal spürbar zu unterstützen. Im OP haben die OTAs die gleichen Kompetenzen wie die Diplomierten Gesundheits- und Krankenpflegekräfte. Das bedeutet, dass auch die OTAs den sterilen sowie unsterilen Dienst übernehmen können und den ChirurgInnen während der OP assistieren.
„In Oberösterreich arbeiten wir für ein großes Ziel: Dafür, dass die Menschen in unserem Land gut und gesund leben können. Wir arbeiten dafür, dass die oö. Gesundheitsversorgung gut und stark bleibt. Der erste Abschlussjahrgang der OTA‑Ausbildung in der OÖG ist dafür ein wichtiger Erfolg – für die Absolventinnen und Absolventen, für unsere Kliniken und für ganz Oberösterreich. OTAs leisten einen hochprofessionellen Beitrag zu sicheren OP‑Abläufen und tragen entscheidend zur Entlastung im Operationssaal bei. Dass viele von ihnen in den Häusern der OÖG tätig sein werden, ist ein starkes Signal für die Zukunft unseres Gesundheitssystems. Herzliche Gratulation allen Absolventinnen und Absolventen zu dieser anspruchsvollen Ausbildung“, betont GesundheitslandesrätinLH‑Stv.in Mag.a Christine Haberlander.
Breites Aufgabenprofil: Verantwortung im OP und darüber hinaus
Die Operationstechnische Assistenz - kurz OTA - umfasst ein breites und verantwortungsvolles Aufgabenfeld. OTAs begleiten Patientinnen und Patienten durch den gesamten perioperativen Prozess, bereiten Materialien, Instrumente und technische Geräte vor, instrumentieren in sämtlichen chirurgischen Fachrichtungen und sorgen für eine fachgerechte Lagerung und Assistenz während der Eingriffe. Ebenso kümmern sie sich um eine sorgfältige Dokumentation, übernehmen und übergeben Patientinnen und Patienten vor und nach Operationen und koordinieren jene Abläufe, die für eine funktionierende Operationseinheit wesentlich sind.
Darüber hinaus sind OTAs nicht nur im OP-Saal tätig, sondern unterstützen auch in Schockräumen, Notfallambulanzen, Endoskopieabteilungen und der Zentralsterilisation. Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Patientensicherheit. Die OTA-Ausbildung zeichnet sich nicht zuletzt aufgrund der komplexen Aufgaben durch einen sehr hohen Praxisanteil von 3.000 Stunden (im Vergleich zu 1.600 Stunden Theorie) aus. Im Gegensatz dazu umfasst die Operationsassistenz die Assistenz bei der Durchführung operativer Eingriffe nach ärztlicher Anordnung und unter Aufsicht. Dies beinhaltet unter anderem die Annahme, Identifikation und Vorbereitung der zu operierenden PatientInnen einschließlich des An- und Abtransports, die Vorbereitung des Operationsraums hinsichtlich der erforderlichen unsterilen Geräte und Lagerungsbehelfe sowie die perioperative Bedienung der unsterilen Geräte.
Ein professionell gestaltetes Onboarding sowie klare Abläufe und eine verlässliche Begleitung während der ersten Monate erleichtern den Einstieg in das komplexe Arbeitsumfeld des OP‑Bereichs. Diese strukturierte Heranführung entlastet die Teams und stärkt auch die neuen Fachkräfte selbst.
„Die Oberösterreichische Gesundheitsholding ist mit ihren Regionalkliniken und dem Kepler Universitätsklinikum nicht nur die größte Spitalsträgerin des Landes, sondern mit neun Schulstandorten auch die größte Ausbildnerin im Bereich der Pflege und der medizinischen Assistenzberufe. Unsere vielfältigen Ausbildungsmöglichkeiten stellen sicher, dass wir qualifizierten Nachwuchs für unsere Kliniken und darüber hinaus für ganz Oberösterreich gewinnen“, erklärt Mag. Karl Lehner, MBA, Mitglied der Geschäftsführung der OÖG.
Weitere Abschlüsse in der Pflege und der Medizinischen Assistenz
Doch nicht nur die AbsolventInnen der OTA-Lehrgänge haben etwas zu feiern: Weitere 17 Personen – aus den Lehrgängen zur Pflegeassistenz bzw. zur Operationsassistenz – haben kürzlich ihre Ausbildung an den Standorten am Kepler Uniklinikum sowie in Steyr erfolgreich abgeschlossen. Besonders erfreulich ist, dass der Großteil dieser AbsolventInnen die erworbenen Fähigkeiten und Fertigkeiten ab sofort im KUK bzw. einer Regionalklinik der OÖG einsetzen werden.
Informationen zur OTA‑Ausbildung sowie zu weiteren Bildungswegen finden sich unter www.ooeg.at/ausbildung.
Bildtexte:
Bild 1: Hochqualifizierte OTAs verstärken künftig die Teams in den OÖG‑Kliniken.
Bild 2: OTA-AbsolventInnen der Schule für Medizinische Assistenzberufe am Kepler Universitätsklinikum
Bild 3: AbsolventInnen der Schule für Medizinische Assistenzberufe am Pyhrn-Eisenwurzen Klinikum Steyr
Bild 4: Die AbsolventInnen der PA‑Ausbildung freuen sich über ihren Abschluss.
Fotocredit: OÖG, honorarfrei
Kurzfassung:
Erstmals haben an den Schulen der Oberösterreichischen Gesundheitsholding (OÖG) Absolventinnen und Absolventen die Ausbildung zur Operationstechnischen Assistenz (OTA) erfolgreich abgeschlossen. Dieser Abschluss markiert einen wichtigen Schritt für OP‑Teams, denn OTAs übernehmen zentrale Aufgaben vor, während und nach Operationen. Damit gewährleisten sie reibungslose Abläufe und sind gleichzeitig eine spürbare Unterstützung des medizinischen sowie pflegerischen Personals.
Insgesamt 25 Personen haben im April die dreijährige Ausbildung, die sowohl theoretische als auch umfangreiche praktische Anteile umfasst, erfolgreich abgeschlossen. Mehr als die Hälfte von ihnen wird künftig direkt in den Häusern der OÖG tätig sein und somit die OP‑Bereiche in der Region nachhaltig stärken. Durch ihr spezialisiertes Know‑how tragen OTAs dazu bei, Abläufe effizienter zu gestalten. Zusätzlich haben kürzlich zehn Personen die Ausbildung zur Pflegeassistenz an der Schule für Gesundheits- und Krankenpflege am Kepler Universitätsklinikum und sieben Personen die Ausbildung zur Operationsassistenz an der Schule für Medizinische Assistenzberufe Steyr erfolgreich abgeschlossen. Ein Großteil von ihnen wird die erworbenen Fähigkeiten und Fertigkeiten in einer OÖG-Klinik einsetzen.
Rückfragen bitte an:
Nadia Suruma BA MA
Regionales Ausbildungsmarketing
Schule für Gesundheits- und Krankenpflege am Pyhrn-Eisenwurzen Klinikum
Tel.: 05 055466-21880
Mobil: 0664 / 78010531
E-Mail: nadia.suruma@ooeg.at
Nico Mara MA
Ausbildungsmarketing
Schule für Medizinische Assistenzberufe am Kepler Universitätsklinikum
Tel.: 05 768087-21852
Mobil: 0664 / 80 65 25 809
E-Mail: nico.mara@kepleruniklinikum.at
Hochqualifizierte OTAs verstärken künftig die Teams in den OÖG‑Kliniken.
OTA-AbsolventInnen der Schule für Medizinische Assistenzberufe am Kepler Universitätsklinikum
AbsolventInnen der Schule für Medizinische Assistenzberufe am Pyhrn-Eisenwurzen Klinikum Steyr
Die AbsolventInnen der PA‑Ausbildung freuen sich über ihren Abschluss.