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Nuklearmedizin: Mit Strahlung der Demenz auf der Spur

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Salzkammergut Klinikum / 02.01.2026  

VÖCKLABRUCK. „Je früher, desto besser“ – dieses Motto gilt auch bei der richtigen Diagnose von Demenzerkrankungen, damit im Fall des Falles mit einer entsprechenden Therapie möglichst frühzeitig begonnen werden kann. Ein wichtiges Glied in der Kette der diagnostischen Methoden ist die Hirnszintigrafie. Mit diesem nuklearmedizinischen Verfahren ist man im Salzkammergut Klinikum der Demenz auf der Spur. Durch die Verabreichung einer leicht radioaktiven Substanz und deren Anreicherung im Hirngewebe, können krankhafte Veränderungen oft frühzeitig erkannt werden. 

Die Hirnszintigrafie ist eines von mehreren Diagnoseverfahren zum Ausschluss oder zur Erkennung verschiedener Demenzformen. Bei dieser Methode wird ein leicht strahlendes Präparat über eine Armvene appliziert, das sich für kurze Zeit im Gehirn anreichert. Mit Hilfe spezieller Kameras können dann Aufnahmen der Hirnregionen gemacht werden. Bei Demenzerkrankungen kommt es in den betroffenen Regionen aufgrund eines verminderten Stoffwechsels zu einer verminderten Aufnahme der radioaktiven Substanz. „Die Hirnszintigrafie bietet den großen Vorteil, dass damit funktionelle Veränderungen nachgewiesen werden können, die bereits vor sichtbaren Strukturveränderungen des Hirngewebes auftreten“, verweist Prim. Dr. Andreas Dunzinger, Leiter des Instituts für Nuklearmedizin am Salzkammergut Klinikum (SK) Vöcklabruck auf das sensitive Untersuchungsverfahren. 

Die häufigste Form einer Demenzerkrankung ist die Alzheimerdemenz, die mithilfe der FDG-PET (Fluordesoxyglucose-Positronen Emissions Tomographie) auf einfache Weise untersucht bzw. nachgewiesen werden kann. „Dabei wird vereinfacht gesagt eine radioaktiv markierte Zuckerlösung in eine Vene gespritzt, wodurch der Glukosestoffwechsel im Gehirn sichtbar gemacht werden kann“, sagt Prim. Dunzinger. Der Vorteil der nuklearmedizinischen Untersuchungsverfahren liegt, neben der hohen Sensibilität, in der unkomplizierten Durchführung. Es sind auch keine unerwünschten Nebenwirkungen zu befürchten, auch nicht durch die verabreichten Radiopharmaka: „Wir verwenden in der Nuklearmedizin Substanzen mit einer sehr geringen Radioaktivität, die nach kurzer Zeit den Körper wieder verlassen“, erklärt Prim. Andreas Dunzinger.

Zuweisung durch NeurologInnen

Voraussetzung für die Durchführung einer Hirnszintigrafie im SK Vöcklabruck ist die Zuweisung durch eine/n niedergelassene/n Neurologin/Neurologen. Wer den Verdacht hat, dass er selbst oder ein Angehöriger/eine Angehörige an Demenz erkrankt sein könnte, soll sich zuerst mit einem Neurologen/einer Neurologin in Verbindung setzen. „Oft sind sich die Kolleginnen und Kollegen bei der Diagnose ohnehin schon sicher, um welche Form der Erkrankung es sich handelt. Ergänzend zur Absicherung oder zur frühzeitigen Diagnose ist die Hirnszintigraphie aber sicher ein sinnvolles Mittel“, so Prim. Dunzinger.

Bildtext:

Bildtext: Prim. Dr. Andreas Dunzinger ist der Leiter des Instituts für Nuklearmedizin am SK Vöcklabruck
Fotocredit: OÖG, honorarfrei

Kurzfassung:

Im Salzkammergut Klinikum Vöcklabruck kommt die Hirnszintigrafie als nuklearmedizinisches Verfahren zur Früherkennung von Demenzerkrankungen zum Einsatz. Durch die Verabreichung einer schwach radioaktiven Substanz können funktionelle Veränderungen im Gehirn sichtbar gemacht werden, die bereits vor strukturellen Schäden auftreten. Die Methode ist unkompliziert, sicher und ohne unerwünschte Nebenwirkungen. Für die Durchführung ist eine Zuweisung durch niedergelassene NeurologInnen erforderlich. 

Rückfragen bitte an:

Wolfgang Baihuber
PR & Kommunikation, SK Bad Ischl. Gmunden. Vöcklabruck 
E-Mail: wolfgang.baihuber@ooeg.at
Tel.: 05 055473-22251

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Primar sitzt vor PC Prim. Dr. Andreas Dunzinger ist der Leiter des Instituts für Nuklearmedizin am SK Vöcklabruck
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