KIRCHDORF. Mit dem neuen Magnetresonanztomographen (MRT), der in einem Zubau untergebracht wurde, erhält die Bezirkshauptstadt Kirchdorf erstmals Zugang zu moderner, strahlungsfreier Hochleistungsdiagnostik direkt vor Ort. Damit verbessert sich die Erreichbarkeit moderner Bildgebung und PatientInnen profitieren künftig von kürzeren Wegen und damit einhergehend schnelleren Entscheidungen.
Bildgebende Verfahren sind aus der modernen Gesundheitsversorgung, Diagnostik und Notfallmedizin nicht mehr wegzudenken. Ein wesentlicher Vorteil der Magnetresonanztomographie (MRT) gegenüber anderen radiologischen Untersuchungsmethoden liegt in der besonders präzisen Darstellung von Organen und Gewebe – ohne zusätzliche Strahlenbelastung.
Meilenstein für regionale Gesundheitsversorgung
„Gesundheit darf keine Frage der Postleitzahl sein – genau deshalb investieren wir in Oberösterreich konsequent in eine starke, wohnortnahe Versorgung. Mit dem neuen MRT in Kirchdorf bringen wir modernste Medizin direkt zu den Menschen in der Region und verkürzen Wege, Wartezeiten und Unsicherheiten. Das ist ein echter Qualitätssprung für Patientinnen und Patienten und eine spürbare Entlastung im Klinikalltag. Gleichzeitig stärken wir damit den ländlichen Raum. Unser Anspruch ist klar: beste medizinische Versorgung auf höchstem Niveau – für alle Oberösterreicherinnen und Oberösterreicher, egal wo sie leben“, erklärt Landeshauptmann Mag. Thomas Stelzer.
Moderne medizinische Infrastruktur ist eine entscheidende Voraussetzung dafür, dass Menschen rasch und auf höchstem Niveau versorgt werden können, unterstreicht auch Gesundheitslandesrätin LH-Stv.in Mag.a Christine Haberlander. „Weil Gesundheit für die Menschen das Wertvollste ist, ist sie auch in meiner Arbeit das Wichtigste. Mit diesem Gerät erweitern wir die Versorgung in Oberösterreich zielgerichtet und nachhaltig. Die Menschen in der Region sollen moderne Diagnostik so wohnortnah wie möglich erhalten – schnell, sicher und in höchster Qualität. Denn moderne Medizin in modernen Krankenhäusern braucht ausreichend MR-Geräte, denn die richtige Diagnostik zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist entscheidend für eine hochwertige Gesundheitsversorgung. Mit der Entscheidung, jedes Krankenhaus mit einem MRT auszustatten, bekennen wir uns klar zur Qualität in der Versorgung und zur Reduktion der Wartezeiten auf MRT-Untersuchungen. Diese Geräte sind unverzichtbar – für unsere Patientinnen und Patienten, für eine hohe Diagnosesicherheit, aber auch für die Ausbildung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie für die Attraktivität der Standorte. Die Inbetriebnahme des MRT in Kirchdorf ist daher ein wichtiger Meilenstein“, betont Christine Haberlander.
Der Planungsrichtwert im Österreichischen Strukturplan Gesundheit sieht eine Erreichbarkeit entsprechender Geräte innerhalb von 45 Minuten vor. Im Einzugsgebiet des PEK Kirchdorf war dies bislang nur eingeschränkt gegeben, da sich die nächstgelegenen MRT-Geräte in Steyr, Liezen und Gmunden befinden.
Investition in moderne Versorgungsstrukturen
„Mit diesem Projekt setzen wir seitens der Oberösterreichischen Gesundheitsholding einen wichtigen Schritt zur Stärkung der regionalen Gesundheitsversorgung. Als größter Klinikbetreiber Oberösterreichs ist es unser Auftrag, moderne Medizin dort bereitzustellen, wo die Menschen leben. Der neue MRT in Kirchdorf ist dabei ein echtes Vorzeigeprojekt: Er zeigt, wie wir exzellente Versorgung und hochqualitative Diagnostik wohnortnah ermöglichen. Für den Süden Oberösterreichs entsteht damit ein zentraler diagnostischer Knotenpunkt, der bestehende Versorgungsketten wirkungsvoll ergänzt, Abläufe spürbar beschleunigt und die Patientinnen- und Patientenversorgung in der Pyhrn‑Eisenwurzen‑Region nachhaltig verbessert. Besonders wertvoll ist dabei der kooperative Einsatz des Geräts für stationäre und ambulante Patientinnen und Patienten. Diese enge Zusammenarbeit stärkt nicht nur die regionale Versorgung, sondern schafft auch spürbare Vorteile wie effizientere Abläufe und eine bessere Nutzung medizinischer Ressourcen. Mit dieser Investition bekennen wir uns klar zu einer starken, verlässlichen und zukunftsorientierten medizinischen Infrastruktur vor Ort“, sagt Dr. Tilman Königswieser, MPH, Vorsitzender der Geschäftsführung der OÖG.
Bauliche Maßnahmen schufen Voraussetzungen für Kooperationsgerät
Bei dem neuen MRT-Gerät in Kirchdorf handelt es sich um ein sogenanntes Kooperationsgerät. Dieses steht nicht nur stationären PatientInnen im Klinikum zur Verfügung, sondern auch ambulanten PatientInnen, die von niedergelassenen ÄrztInnen überwiesen werden – ein Konzept, das sich bereits im Klinikum Rohrbach seit 2019 bewährt. Erst diese Kooperation ermöglicht in ländlichen Regionen eine wirtschaftlich sinnvolle und bedarfsgerechte Versorgung. Die Bedarfsplanung für den neu geschaffenen MRT-Standort Kirchdorf erfolgte gemeinsam mit der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) und wurde in entsprechenden gemeinsamen Planungsdokumenten festgehalten. Durch diese Kooperation wird sichergestellt, dass Untersuchungen zum richtigen Zeitpunkt und am richtigen Ort stattfinden können. Gleichzeitig hilft das Modell, Über- oder Fehlversorgung zu vermeiden und diagnostische Ressourcen gezielt einzusetzen.
Auch baulich wurde der neue Bereich gezielt auf die Anforderungen der Technologie abgestimmt. Zum Jahresbeginn 2025 starteten die Vorbereitungsarbeiten für den rund 220 m² großen Zubau, der das bestehende radiologische Institut strukturell erweiterte und die speziellen Anforderungen für die Installation des Großgeräts erfüllt.
„Der Rückblick auf den MRT‑Zubau hier in Kirchdorf zeigt, dass wir trotz Baustart mitten im Winter alle Gewerke im Zeitplan- und Kostenplan realisieren konnten. Mit dem zweigeschossigen, rund 220 m² umfassenden Erweiterungsbau haben wir die Radiologie infrastrukturell deutlich gestärkt und sowohl die Belange der PatientInnen als auch der MitarbeiterInnen optimal berücksichtigt. Dieses Kooperationsgerät steht sowohl den stationären PatientInnen im Klinikum als auch ambulanten PatientInnen, die von niedergelassenen ÄrztInnen überwiesen werden, zur Verfügung. Erst diese Kooperation ermöglicht im ländlichen Raum eine wirtschaftlich sinnvolle und bedarfsgerechte Versorgung“, so Mag. Karl Lehner, MBA, Mitglied der Geschäftsführung, zur Baumaßnahme.
Mit der baulichen Fertigstellung war der erste Schritt gesetzt. Ebenso entscheidend war, dass die neue Infrastruktur nahtlos in den klinischen Alltag integriert werden konnte. Denn erst das Zusammenspiel aus funktionaler Umgebung, modernen Arbeitsbereichen und eingespielten Prozessen ermöglicht den reibungslosen Betrieb. Genau hier zeigt sich, wie eng Bauprojekt und tägliche Abläufe zusammenwirken. Die neue räumliche Struktur schafft die Basis, auf der medizinische Teams effizient, sicher und patientenorientiert arbeiten können.
Abläufe im Klinikalltag gehen Hand in Hand
„Um unseren regionalen Versorgungsauftrag optimal erfüllen zu können, ist eine bildgebende Diagnostik direkt vor Ort unverzichtbar. Gleichzeitig ermöglicht uns eine moderne diagnostische Infrastruktur eine Entlastung im organisatorischen und zeitlichen Ressourcenmanagement. Als Universitätslehrkrankenhaus ist sie zudem ein zentraler Faktor, um unsere Position auch als attraktive, zeitgemäße Ausbildungsstätte langfristig zu sichern“, betont Mag. DDr. Alexander Lang, der Ärztliche Direktor des Pyhrn-Eisenwurzen Klinikums mit den Standorten Kirchdorf und Steyr.
Rasche Diagnostik beschleunigt Behandlungsmöglichkeiten
„Der neue MRT stärkt die radiologische Versorgung am Standort Kirchdorf in besonderer Weise. Wir richten unser Hauptaugenmerk darauf, Gelenksverletzungen an Knie, Schulter und Hüfte ebenso wie Schäden an Wirbelsäule, Schädel, inneren Organen oder Gefäßen schnell und präzise zu diagnostizieren. Mit diesen unmittelbaren Abklärungen direkt vor Ort schaffen wir einen echten Mehrwert für alle Patientinnen und Patienten in unserer Region. Auch Akutverletzte aus den umliegenden Winter- und Sommersportgebieten profitieren davon spürbar in der Versorgungsleistung. Das MRT steht sowohl stationären als auch ambulanten Patientinnen und Patienten offen. Damit erhöht sich der medizinische Wirkungsgrad für die gesamte Region deutlich. Schnelle Orientierung, klare Entscheidungen und Untersuchungen ohne zusätzliche Wege sind für alle möglich. Der bisher notwendige Transport unserer stationären PatientInnen nach Steyr für eine MRT-Untersuchung entfällt, wir sparen wertvolle Zeit, schonen Ressourcen und können Befunde direkt hier am Standort erstellen. Die Abstimmung mit den behandelnden Teams erfolgt nahtlos und schafft somit eine moderne, patientennahe medizinische Versorgung auf höchstem Niveau. Die Zusammenarbeit mit der Abteilung Orthopädie und Traumatologie gewinnt weiter an Dynamik: Verletzungen von Knochen, Weichteilen und auch Gefäßen, lassen sich rasch beurteilen und die Behandlung exakt planen“, beschreibt Prim. Dr. Helmut Spalt, Leiter des Instituts für Radiologie am PEK Kirchdorf, die neue Situation.
„Neben der Freude über das neue Gerät am Standort empfinde ich große Dankbarkeit dafür, dass die politischen Verantwortlichen und unsere Geschäftsführung mit so viel Weitblick die Rahmenbedingungen für dieses Projekt und die Umsetzung geschaffen haben. Ihre verlässliche Begleitung, ihr offenes Ohr für medizinische Anliegen und ihr Engagement haben diese wichtige Investition erst möglich gemacht. Eine Investition, die den Menschen in unserer Region unmittelbar zugutekommt und unsere Arbeit im Gesundheitswesen nachhaltig stärkt“, so Prim. Dr. Helmut Spalt weiter.
Hochmoderne Technik
Mit dem neuen MRT können Untersuchungen deutlich genauer, schneller sowie zugleich besonders schonend erfolgen. „Das unterstützt uns im Arbeitsalltag – und vor allem die Menschen, die auf unsere medizinische Hilfe angewiesen sind. Die ersten Wochen im Testbetrieb haben wir – nach gezielten Schulungen – intensiv genutzt, um die notwendige Fachkundigkeit mit dem Gerät nach aktuellen medizinischen Standards aufzubauen und uns im Team mit der neuen Technologie gut vertraut zu machen. Mittlerweile sind wir sehr routiniert mit den neuen diagnostischen Abläufen und können ein breites Spektrum an medizinisch relevanten Untersuchungen anbieten und starten gut vorbereitet in den Vollbetrieb“, berichtet Wolfgang Kern, der leitende Radiologietechnologe im PEK Kirchdorf.
Präzise Diagnostik ohne Strahlenbelastung
Die Magnetresonanztomographie (MRT) arbeitet mit starken Magnetfeldern und Radiowellen – vollständig ohne Röntgenstrahlung. Dadurch lassen sich hochauflösende Schnittbilder des menschlichen Körpers erzeugen, die eine besonders genaue Beurteilung von Organen, Gefäßen und Gewebe ermöglichen. Eingesetzt wird sie unter anderem für Gefäßuntersuchungen, etwa zur Darstellung der Becken- und Beinarterien bis in den Fußbereich oder der hirnversorgenden Arterien. Besonders wichtig ist diese Diagnostik bei der Früherkennung von Schlaganfällen, da für die Therapieplanung der zeitliche Faktor entscheidend ist. Weitere Anwendungsschwerpunkte liegen in der Onkologie und der Traumatologie. Die hohe Detailauflösung der Bilder ermöglicht in vielen Fällen eine schnellere und präzisere Diagnose und damit eine frühzeitigere Einleitung der passenden Behandlung.
Mit dem neuen MRT verfügt das PEK Kirchdorf über eine moderne diagnostische Infrastruktur, die sowohl stationären als auch ambulanten PatientInnen eine zeitgemäße, schonende und wohnortnahe medizinische Versorgung ermöglicht.
Bildtexte:
Bildtext 1: MRT PEK Kirchdorf – Meilenstein für die regionale Gesundheitsversorgung
Bildtext 2: Prim. Helmut Spalt und Marijana Ilic, BSc freuen sich über die neue Ausstattung
Bildtext 3: Alles im Blick – Teresa Wegmayr, BSc und Marijana Ilic, BSc
Bildtext 4: v.l. Mag. DDr. Alexander Lang (Ärztlicher Direktor, Pyhrn-Eisenwurzen Klinikum); Dr. Tilman Königswieser, MPH (Vorsitzender der Geschäftsführung der OÖG); Mag.a Christine Haberlander (LH-Stv.in); Mag. Thomas Stelzer (Landeshauptmann von Oberösterreich); Mag. Karl Lehner, MBA (Mitglied der Geschäftsführung der OÖG); Prim. Dr. Helmut Spalt (Leiter des Instituts für Radiologie, PEK Kirchdorf)
Bildtext 5: Bei der Eröffnung des neuen MRT am Pyhrn-Eisenwurzen Klinikum Kirchdorf:
Dr. Tilman Königswieser, MPH (Vorsitzender der Geschäftsführung der OÖG); Mag.a Christine Haberlander (LH-Stv.in); Mag. Thomas Stelzer (Landeshauptmann von Oberösterreich) und Mag. Karl Lehner, MBA (Mitglied der Geschäftsführung der OÖG)
Fotocredit: OÖG, honorarfrei
Kurzfassung:
Mit dem neuen MRT verfügt das Pyhrn‑Eisenwurzen Klinikum Kirchdorf über eine hochmoderne, strahlungsfreie Diagnostik direkt vor Ort. Dadurch profitieren Patientinnen und Patienten von kurzen Wegen, schnellen Untersuchungen und einer besonders präzisen Bildgebung.
Die Umsetzung orientiert sich an den Zielen des Regionalen Strukturplans Gesundheit Oberösterreich (RSG OÖ), der eine ausgewogene und gut erreichbare Verteilung diagnostischer Großgeräte unterstützt. Mit dem neuen MRT wird die Region in idealer Weise gestärkt, da moderne medizinische Technik genau dort bereitsteht, wo sie unmittelbar benötigt wird. Auch für die Organisation des Klinikalltags bietet das neue Gerät einen klaren Mehrwert. Die Verfügbarkeit der Diagnostik im eigenen Haus sorgt für eine spürbare Entlastung im zeitlichen und organisatorischen Ressourcenmanagement.
Medizinisch eröffnet das Gerät ein breites Einsatzspektrum und schafft einen klaren Mehrwert für die Menschen im Bezirk.
Rückfragen bitte an:
Martin Kleindl
PR & Kommunikation, Pyhrn-Eisenwurzen Klinikum Steyr Kirchdorf
Tel.: 05 055467-22250
Mobil.: 0664/5168433
E-Mail: martin.kleindl@ooeg.at
MRT PEK Kirchdorf – Meilenstein für die regionale Gesundheitsversorgung
Prim. Helmut Spalt und Mariajana Ilic, BSc freuen sich über die neue Ausstattung
Alles im Blick – Teresa Wegmayr, BSc und Mariajana Ilic, BSc
v.l. Mag. DDr. Alexander Lang (Ärztlicher Direktor, Pyhrn-Eisenwurzen Klinikum); Dr. Tilman Königswieser, MPH (Vorsitzender der Geschäftsführung der OÖG); Mag.a Christine Haberlander (LH-Stv.in); Mag. Thomas Stelzer (Landeshauptmann von Oberösterreich);
Bei der Eröffnung des neuen MRT am Pyhrn-Eisenwurzen Klinikum Kirchdorf: