STEYR. Mit dem neuen operativen Intensivzentrum 11 setzt das Pyhrn‑Eisenwurzen Klinikum Steyr einen wichtigen Meilenstein für die hochqualitative Versorgung intensivpflichtiger PatientInnen in der Region. Das vorliegende Hintergrundgespräch bietet dazu vertiefende Einblicke: Stationsleitung DGKPin Elke Hattinger, BScN und Prim. Priv.-Doz. MR Dr. Achim von Goedecke, MSc, Leiter der Abteilung für Anästhesiologie und Intensivmedizin, sprechen über die umfassende Planungsphase, das neue Konzept und die enge Zusammenarbeit von Pflege und Medizin.
Dieser Tage ging die Übersiedelung der PatientInnen in das neue operative Intensivzentrum 11 im Pyhrn-Eisenwurzen Klinikum Steyr über die Bühne, die im Zuge der Umbaumaßnahmen im Haus 1 nun fertig gestellt wurde. Bis ins letzte Detail wurde die Übersiedelung mit den intensivpflichtigen PatientInnen schon im Vorfeld vorbereitet. Handelt es sich doch um PatientInnen, die nach schwierigen Operationen oder Unfällen an der Station wieder zurück ins Leben begleitet werden.
Gute Planung ist die halbe Therapie
Frau Hattinger, Herr Primar, der Neubau des operativen Intensivzentrums 11 ist abgeschlossen. Warum war es Ihnen beiden wichtig, die Planung so früh und so intensiv mitzugestalten?
DGKPin Elke Hattinger, BScN: „Eine Intensivstation ist ein Arbeitsbereich, dessen Strukturen komplex sind und hohe Anforderungen an die MitarbeiterInnen stellt. Uns war von Beginn an klar: Wenn wir etwas Neues planen, dann wollen wir alle Möglichkeiten ausschöpfen, die unsere PatientInnen in unterschiedlicher Form bei Ihrer Genesung unterstützen können. Gleichzeitig müssen die neuen Räume für uns in der Betreuung ein optimales Arbeiten ermöglichen und zur PatientInnensicherheit beitragen. Deshalb haben wir uns sehr früh Gedanken gemacht, wie die Räumlichkeiten der neuen Station im Hinblick auf Arbeitswege und Pflegeabläufe optimal genutzt werden können.“
Prim. von Goedecke: „Aus ärztlicher Sicht ist die Planung entscheidend für Qualität und Sicherheit. Moderne Intensivmedizin braucht zwar auch hochentwickelte Technik, aber vor allem eine „Healing Architecture“, also eine die Heilung unterstützende Umgebung, die positiv auf die PatientInnen einwirkt. Das beginnt bei der Raumaufteilung und endet bei Details wie Licht, Akustik oder Rückzugsmöglichkeiten für Gespräche mit Angehörigen.“
Blick über den Tellerrand: Lernen von anderen Intensivstationen
Ein zentraler Aspekt war, gezielt von den Erfahrungen anderer Intensivstationen zu profitieren und sich intensiv mit Best-Practice-Beispielen auseinanderzusetzen. Welche dieser Ansätze konnten Sie in Steyr aufgreifen und erfolgreich umsetzen?
Prim. von Goedecke: „Wir haben bewusst andere, bereits modernisierte Intensivstationen besucht und zudem reichlich Literatur gewälzt. Uns interessierte, was sich im Alltag bewährt hat und wo es Herausforderungen gibt. Diese Erfahrungen waren enorm wertvoll, weil sie uns geholfen haben, gute Lösungen weiterzudenken, um die besten Verhältnisse im Neubau der Intensivstation zu schaffen.“
DGKPin Elke Hattinger, BScN: „Dieser Informationsaustausch war sehr interessant. Wir konnten sehen, wie sich unterschiedliche Raumkonzepte auf Arbeitsabläufe auswirken und diese Erkenntnisse, direkt in unsere Planung einfließen lassen.“
Was ist neu? Mehr Ruhe, mehr Struktur, mehr Menschlichkeit
Der Neubau bringt zahlreiche Veränderungen. Was unterscheidet ihn von der bisherigen Station?
DGKPin Elke Hattinger, BScN: „Ein ganz wesentlicher Punkt ist der Wechsel vom offenen Raumkonzept zu hellen, ruhigen Zimmern. Wir haben jetzt vier Zweibettzimmer und vier Einbettzimmer, davon zwei Isolationszimmer. Das bedeutet mehr Privatsphäre, weniger Störungen im Patientenzimmer und eine ruhigere Umgebung – ein großer Vorteil für die Genesung der PatientInnen und unsere tägliche Arbeit.“
Prim. von Goedecke: „Unsere PatientInnen sind weniger störenden Geräusch- und Lichteinflüssen ausgesetzt als bisher, das trägt sicherlich zu mehr Wohlbefinden in einer schwierigen Krankheitsphase bei. Gleichzeitig ermöglicht das durchdachte Farb‑ und Lichtkonzept eine bessere Orientierung und trägt zur Beruhigung bei. Ganz besonders wertvoll finden wird den Balkon, auf den wir barrierefrei mit einem Patientenbett und notwendigen Geräten fahren können.
Pflege und Medizin: Zusammenarbeit auf Augenhöhe
Wie wurde auf die Bedürfnisse der MitarbeiterInnen bei der Neugestaltung eingegangen?
DGKPin Elke Hattinger, BScN: „Für das Intensiv-Team war es wichtig, in die Planung miteinbezogen zu werden und teils aktiv mitgestalten zu können. Das war immer der Fall und darüber sind wir sehr froh. Freundlich gestaltete Arbeits‑ und Sozialräume, ein Entspannungsraum für unsere MitarbeiterInnen und gut strukturierte Arbeitsplätze zeigen, dass auch auf die Bedürfnisse des Teams geachtet wurde. Denn gute Arbeitsbedingungen für die MitarbeiterInnen bieten beste Voraussetzungen dafür, unsere PatientInnen optimal zu betreuen.“
Prim. von Goedecke: „Das kann ich nur unterstreichen!“
Beruflicher Hintergrund und neue Verantwortung
Frau Hattinger, Sie sind Stationsleitung im operativen Intensivzentrum 11. Was bedeutet der Umzug auf die neue Station für Sie persönlich?
DGKPin Elke Hattinger, BScN: „Ich bin seit 19 Jahren auf der Intensivstation tätig, vor knapp 5 Jahren habe ich die Stationsleitung übernommen. Neben den täglichen Aufgaben als Leitung an der Station, ist die Begleitung und Planung eines Umzugs in einen neuen Arbeitsbereich eine ganz besondere Aufgabe, wenn nicht sogar ein persönlicher Meilenstein in meiner Leitungslaufbahn. Es freut mich sehr, dass wir am Ende eine wertschätzende Arbeitsumgebung geschaffen haben. Das Team ist begeistert von der neuen Station – ein entscheidender Aspekt für die Zufriedenheit der MitarbeiterInnen!“
Herr Primar, wie sehen Sie Ihre Rolle als Leiter des Instituts für Anästhesiologie und Intensivmedizin im neuen Setting?
Prim. von Goedecke: „Wir verfügen über ein tolles, hochqualifiziertes interprofessionelles Team, das es verdient hat, ausgezeichnete Rahmenbedingungen für ihre Arbeit zu haben. Das neue Intensivzentrum bietet dafür ideale Voraussetzungen. Sie ist Ausdruck einer langfristigen Strategie, die Qualität, Sicherheit und Menschlichkeit verbindet.“
Ein Gewinn für PatientInnen und die Region
Was bedeutet das neue operative Intensivzentrum für das Pyhrn‑Eisenwurzen Klinikum und die Region?
Prim. von Goedecke: „Sie ist ein klares Bekenntnis zur Spitzenmedizin in der Region Steyr und darüber hinaus. Wir bedanken uns bei unserer Holding, für die Möglichkeit des Neubaus, und dem Land OÖ, das uns die Mittel zur Verfügung gestellt hat, sowie bei den PlanerInnen und Ausführenden in diesem Projekt, die uns von Beginn an voll in das Projekt eingebunden haben mit unseren Vorschlägen und Wünschen, das war wirklich großartig!“
Es zeigt sich eindrucksvoll wie durch vorausschauende Planung und interdisziplinäre Zusammenarbeit ein zukunftsweisender Intensivbereich im Pyhrn-Eisenwurzen Klinikum entstanden ist, der Patientenversorgung auf höchstem Niveau bietet und gleichzeitig menschlich, respekt- und würdevoll ist.
Bildtexte:
Bildtext 1: Das neue operative Intensivzentrum am Pyhrn-Eisenwurzen Klinikum Steyr verbindet modernste Infrastruktur, kurze Arbeitswege und freundlich gestaltete Arbeits- und Sozialräume für die MitarbeiterInnen, damit diese die PatientInnen bestmöglich versorgen können.
Bildtext 2: Stationsleiterin DGKPin Elke Hattinger, BScN, und Prim. Priv.-Doz. MR Dr. Achim von Goedecke, MSc in einem der PatientInnenzimmer im neuen operative Intensivzentrum 11 im Pyhrn-Eisenwurzen Klinikum Steyr, das modernste Medizintechnik mit einer heilungsfördernden Umgebung verbindet.
Bildtext 3: Helle Patientenzimmer mit großzügigen Fensterflächen, moderner Infrastruktur und kurzen Arbeitswegen schaffen beste Voraussetzungen für eine hochwertige intensivmedizinische Betreuung und eine möglichst angenehme Umgebung für PatientInnen.
Fotocredit: OÖG, honorarfrei
Rückfragen bitte an:
Christine Dörfel, MSc, MBA
Leitung Geschäftsbereich PR & Kommunikation
OÖ Gesundheitsholding
Tel.: 05 055460-20400
Mobil.: 0664/51 42 33 9
E-Mail: christine.doerfel@ooeg.at
Das neue operative Intensivzentrum am Pyhrn-Eisenwurzen Klinikum Steyr verbindet modernste Infrastruktur, kurze Arbeitswege und freundlich gestaltete Arbeits- und Sozialräume für die MitarbeiterInnen, damit diese die PatientInnen bestmöglich versorgen können.
Stationsleiterin DGKPin Elke Hattinger, BScN, und Prim. Priv.-Doz. MR Dr. Achim von Goedecke, MSc in einem der PatientInnenzimmer im neuen operative Intensivzentrum 11 im Pyhrn-Eisenwurzen Klinikum Steyr, das modernste Medizintechnik mit einer heilungsfördernden Umgebung verbindet.
Helle Patientenzimmer mit großzügigen Fensterflächen, moderner Infrastruktur und kurzen Arbeitswegen schaffen beste Voraussetzungen für eine hochwertige intensivmedizinische Betreuung und eine möglichst angenehme Umgebung für PatientInnen.