Linz. Auch Kliniken stehen durch wiederkehrende Hitzewellen und steigende Temperaturen vor großen Herausforderungen. Die OÖ Gesundheitsholding (OÖG) schützt ihre Patientinnen und Patienten sowie Mitarbeitende mit einem Maßnahmenbündel, das bauliche, technische und organisatorische Lösungen vereint. In den nächsten fünf Jahren werden etwa 19 Millionen Euro für Um- und Ausbau der Klinikstandorte eingeplant, wobei Hitzeschutz in allen Bauprojekten fest berücksichtigt wird. Besonders herausfordernd sind Anpassungen im Bestand sowie die spezifischen Anforderungen eines Klinikbetriebs, wie etwa Hygienevorschriften. Die Gebäude der OÖG umfassen immerhin insgesamt rund 900.000 m² Fläche.
Mag. Karl Lehner, Geschäftsführer der OÖ Gesundheitsholding: „Die fortschreitende Hitzebelastung stellt auch die Kliniken vor Herausforderungen. Schon deshalb, weil in einem Krankenhaus besondere Vorgaben einzuhalten sind und schlichtweg nicht alle Bereiche mit Klimaanlagen ausgestattet werden können. Um der Hitzebelastung unserer Patientinnen und Patienten und unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dennoch möglichst entgegenzuwirken, setzen wir auf ein ganzes Maßnahmenbündel. Das reicht von baulichen und technischen Lösungen bis hin zu organisatorischen Maßnahmen und Informationen.“
Mit Maßnahmenmix gegen Hitze: technisch - baulich - organisatorisch
An den Standorten wurden bzw. werden sukzessive bauliche Hitzeschutzmaßnahmen umgesetzt und weiterentwickelt. Dazu gehören unter anderem außenliegende Beschattungssysteme, Begrünungen, Wärmedämmung und weitere Maßnahmen zur Reduktion sommerlicher Überhitzung. Bei einer Gesamtfläche von rund 900.000 m², die die Kliniken und Gebäude der OÖG umfasst – das entspricht etwa 130 Fußballfeldern – ist dies eine durchaus herausfordernde Aufgabe.
Technisch kommen je nach Standort und Modernisierungsgrad unterschiedliche Klima- und Kühlsysteme sowie Kühlgeräte zum Einsatz. Bei Neubauten gelten einheitliche Vorgaben für Planung und Ausführung von Klima- und Kühltechnik; dabei wird insbesondere auf die Einhaltung der entsprechenden Normen geachtet.
Unterschiedliche Aktivitäten in den Kliniken sollen helfen, Belastungen möglichst zu minimieren: Gekühlte Aufenthalts- und Pausenräume, zusätzliche Getränkeangebote und Informationsmaßnahmen zum richtigen Verhalten an besonders heißen Tagen sollen punktuell unterstützen. An besonders heißen Tagen zählen auch kleinere Aktionen wie Eisverteilaktionen für eine willkommene Abkühlung.
Schutz und Sensibilisierung für PatientInnen
Das Wohl der Patientinnen und Patienten steht immer im Mittelpunkt der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter: Dabei sind das gezielte Monitoring des Ess- und Trinkverhaltens älterer und vulnerabler Menschen, Anpassungen des Speiseplans und Empfehlungen zum Verhalten an heißen Tagen wichtige Bausteine. Durchsagen auf den Stationen und praktische Tipps sollen auch PatientInnen sensibilisieren, etwa zum „richtigen Lüften“ und zur ausreichenden Flüssigkeitszufuhr. Mit Broschüren werden PatientInnen und BesucherInnen wichtige Maßnahmen zur Hand gegeben, wie man sich auch im privaten Umfeld vor Hitze schützen und gesundheitliche Probleme richtig einschätzen kann.
Besondere Anforderungen in Krankenhäusern
Krankenhäuser sind keine gewöhnlichen Arbeitsbereiche. Bei technischen Maßnahmen müssen stets Hygienevorgaben, Patientensicherheit und medizinische Anforderungen berücksichtigt werden. Dies bedeutet, dass nicht jede Station klimatisiert werden kann, Ventilatoren nicht überall eingesetzt werden dürfen und bauliche Lösungen unter den Rahmenbedingungen eines laufenden Krankenhausbetriebs eingeschränkt umsetzbar sind.
Bestimmte Bereiche wie Operationssäle, Intensivstationen, Labore oder Medikamentenlager sind aufgrund gesetzlicher und medizinischer Anforderungen jedenfalls klimatisiert bzw. gekühlt, um die Sicherheit und Qualität der Versorgung zu gewährleisten. Hier kommen meist moderne Kühlsysteme wie Deckenkühlungen oder Lüftungsanlagen zum Einsatz.
Individuelle Lösungen je Standort
Die Ausstattung und baulichen Voraussetzungen sind je nach Standort sehr unterschiedlich. Deshalb braucht es individuelle Lösungen und realistische Erwartungen: Perfekte Lösungen gibt es nicht überall, aber das Ziel ist, an jedem Klinikstandort sukzessive sinnvolle und machbare Verbesserungen umzusetzen. Klassische Klimaanlagen sind dabei nicht immer die erste Wahl – oft kommen alternative, energieeffiziente Systeme zum Einsatz, die auch den hohen Hygieneanforderungen gerecht werden.
Langfristige Investitionen und kontinuierliche Verbesserungen
Die OÖ Gesundheitsholding setzt den eingeschlagenen Weg konsequent fort: Langfristige Investitionen in die Infrastruktur, laufende Verbesserungen im Betrieb und zahlreiche Maßnahmen sollen Mitarbeitende und Patientinnen und Patienten bestmöglich durch die heißen Sommermonate begleiten. Trotzdem bleibt die hohe Temperatur eine erhebliche Herausforderung, der wir mit sukzessiven Maßnahmen begegnen.
Bildtext
Bildtext 1: Rückkühlungsanlage am Dach des Pyhrn-Eisenwurzen Klinikums Steyr.
Bildtext 2: Um der Hitzebelastung möglichst entgegenzuwirken, setzt die OÖG auf ein Maßnahmenbündel. Das reicht von baulichen und technischen Lösungen bis hin zu organisatorischen Maßnahmen und Informationen, wie einem Hitzeschutzfolder.
Fotocredit: OÖG/honorarfrei.
Rückfragen bitte an
Christine Dörfel, MSc, MBA
Leitung PR & Kommunikation
Tel.: 05 055460-20400, Mobil: 0664/5142339
E-Mail: christine.doerfel@ooeg.at
Rückkühlungsanlage am Dach des Pyhrn-Eisenwurzen Klinikums Steyr.
Um der Hitzebelastung möglichst entgegenzuwirken, setzt die OÖG auf ein Maßnahmenbündel. Das reicht von baulichen und technischen Lösungen bis hin zu organisatorischen Maßnahmen und Informationen, wie einem Hitzeschutzfolder.