STEYR. Wenn die Sonne lacht und der Sommer naht, denken viele Menschen an Sonnencreme – die Augen geraten dabei jedoch oft in Vergessenheit. Dabei sind unsere Augen im Sommer besonders gefordert. Prim. Dr. Felix Buder, Leiter der Abteilung für Augenheilkunde und Optometrie im Pyhrn-Eisenwurzen Klinikum (PEK) Steyr informiert, wie UV‑Strahlung die Augen belastet und worauf man achten sollte, um das Sehvermögen langfristig zu schützen.
Mit steigenden Temperaturen und längeren Tagen verbringen Jung und Alt mehr Zeit im Freien und in der Sonne. Die intensive Sonneneinstrahlung wirkt jedoch nicht nur auf die Haut, sondern auch auf die Augen. Der Leiter der Abteilung für Augenheilkunde rät daher zu konsequentem Augenschutz.
Sonne: Eine unterschätzte Belastung für die Augen
UV‑Strahlen können die empfindlichen Strukturen des Auges schädigen. Kurzfristig drohen Reizungen, Rötungen oder eine schmerzhafte Entzündung der Bindehaut. Langfristig steigt ohne ausreichenden Schutz das Risiko für Erkrankungen wie dem Grauen Star oder Veränderungen an der Netzhaut.
Besonders gefährdet sind Kinder, deren Augen noch weniger Eigenschutz besitzen, sowie Menschen mit hellen Augen. Auch im Erwachsenenalter gilt: Jeder Sonnenkontakt ohne Schutz summiert sich. „Die Augen haben kein Gedächtnis für Erholung, jede UV‑Belastung zählt“, erklärt Prim. Dr. Felix Buder im Gespräch.
Gute Sonnenbrillen sind mehr als modisches Accessoires
Eine dunkle Brille allein schützt nicht automatisch. Entscheidend ist ein geprüfter UV‑400‑Filter, der UV‑A‑ und UV‑B‑Strahlen zuverlässig von den Augen abhält. Ohne diesen Filter kann eine Sonnenbrille sogar schaden, da sich die Pupillen erweitern und mehr schädliche Strahlung ins Auge eindringen kann.
„Wir empfehlen qualitativ hochwertige Sonnenbrillen für den Alltag, beim Spazierengehen oder Autofahren. Besonders in den Bergen oder am Wasser, wo Sonnenstrahlen reflektiert werden, ist der Schutz unverzichtbar und für lange Augengesundheit essentiell“, betont Prim. Felix Buder.
Auch im Sommer: Augen brauchen Feuchtigkeit
Hitze, Wind, Klimaanlagen oder lange Autofahrten trocknen die Augen zusätzlich aus. Brennen, Fremdkörpergefühl oder verschwommenes Sehen können die Folge sein. Abhilfe schaffen regelmäßiges Blinzeln, bewusste Pausen für die Augen und bei Bedarf befeuchtende Augentropfen ohne Konservierungsstoffe oder Arzneimittel.
KontaktlinsenträgerInnen sollten im Sommer besonders achtsam sein und sich auf ihr persönliches Empfinden verlassen. An ausgiebigen Schwimmbadtagen empfiehlt sich häufig das Tragen von optischen Sonnenbrillen.
„Guter Sonnenschutz ist eine einfache Maßnahme mit großer Wirkung für die Zukunft unserer Sehkraft“, so das abschließende Fazit von Prim. Dr. Felix Buder.
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Bildtext: Prim. Dr. Felix Buder empfiehlt die Augen bestmöglich vor der Sonne zu schützen
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Prim. Dr. Felix Buder empfiehlt die Augen bestmöglich vor der Sonne zu schützen