ROHRBACH. Nachhaltigkeit in der Gemeinschaftsverpflegung braucht durchdachte Prozesse, engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie einen bewussten Umgang mit Ressourcen. Das Klinikum Rohrbach zeigt seit Jahren, wie Lebensmittelverschwendung in Großküchen erfolgreich reduziert werden kann. Für dieses Engagement wurde das Haus erneut von United Against Waste (UAW) als „Top-Standort 2025“ ausgezeichnet.
Die Kliniken der Oberösterreichischen Gesundheitsholding (OÖG) setzen sich seit vielen Jahren konsequent für die Vermeidung von Lebensmittelabfällen ein. Gemeinsam mit United Against Waste werden laufend Maßnahmen entwickelt und umgesetzt, um Lebensmittel möglichst effizient einzusetzen und vermeidbare Abfälle zu reduzieren.
Das Küchenteam des Klinikums Rohrbach nimmt dabei österreichweit eine Vorreiterrolle ein: Bereits zum dritten Mal in Folge konnte der Verlustgrad von Lebensmitteln auf lediglich 16 Prozent gehalten werden. Damit liegt das Klinikum deutlich unter dem österreichweiten Durchschnitt von 23 Prozent in Krankenhäusern. Die Auszeichnung „Top-Standort 2025“ bestätigt erneut, dass das Klinikum Rohrbach zu den besten teilnehmenden Krankenhäusern Österreichs zählt und einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Nutzung von Lebensmitteln leistet.
Der Verlustgrad beschreibt das Verhältnis zwischen ausgegebenen Speisen und entsorgten Lebensmittelabfällen und gilt als zentraler Indikator für ressourcenschonendes Wirtschaften in Großküchen. Bereits 2022 erreichte das Klinikum Rohrbach mit 17 Prozent einen österreichweiten Spitzenwert. 2023 konnte dieser auf 16 Prozent gesenkt werden. Dass dieses Ergebnis seither konstant gehalten wird, zeigt die Wirksamkeit der nachhaltigen Küchen- und Beschaffungsstrategie.
Weit mehr als die Versorgung eines Krankenhauses
Die Küche des Klinikums Rohrbach versorgt nicht nur die Patientinnen und Patienten sowie das Betriebsrestaurant. Auch der Betriebskindergarten, der Schulcampus Rohrbach-Berg, die Kinderreha Kokon Rohrbach und „Essen auf Rädern“ werden täglich mit frisch zubereiteten Speisen beliefert. Insgesamt wurden im Jahr 2025 rund 148.000 Vollverpflegungstage erbracht. Diese Leistung erfordert eine präzise Planung und eine hohe organisatorische Effizienz.
Kommunikation verhindert Überproduktion
Ein wesentlicher Schlüssel zur Vermeidung von Lebensmittelabfällen ist ein kontinuierlicher Austausch zwischen allen Beteiligten. Darauf verweist auch Küchenleiter Alexander Fenzl: „Die Servicekräfte im Betriebsrestaurant stehen täglich in engem Kontakt mit unseren Gästen. Durch ihre Rückmeldungen und unsere langjährige Erfahrung können wir die benötigten Speisemengen sehr genau planen.“
Ebenso wichtig ist die enge Zusammenarbeit mit den Pflegeteams auf den Stationen, die die Essensbestellungen für die Patientinnen und Patienten koordinieren. „Wenn wir frühzeitig wissen, dass jemand eine kleinere Portion bevorzugt oder auf einzelne Komponenten verzichten möchte, können wir diese Wünsche direkt berücksichtigen. Dadurch vermeiden wir unnötige Überproduktionen und setzen unsere Lebensmittel gezielt ein.“
Dieses abgestimmte Zusammenspiel trägt wesentlich dazu bei, dass der Verlustgrad auch 2025 auf dem niedrigen Niveau von 16 Prozent gehalten werden konnte.
Ausgezeichnete Qualität
Dass Nachhaltigkeit und hohe Qualität kein Widerspruch sind, zeigt auch die Patientinnen- und Patientenbefragung der Regionalkliniken der OÖG aus dem Jahr 2025. In den Kategorien Menüauswahl und Qualität der Speisen erhielt das Klinikum Rohrbach die Bestbewertung „sehr zufriedenstellend“.
Die erneute Auszeichnung als „Top-Standort 2025“ durch United Against Waste bestätigt damit nicht nur die erfolgreiche Reduktion von Lebensmittelabfällen, sondern auch die hohe Qualität des Verpflegungsangebots.
Das Klinikum Rohrbach zeigt eindrucksvoll, dass sich durch sorgfältige Planung, eine offene Kommunikation und ein engagiertes Team auch in komplexen Großküchen Lebensmittelabfälle nachhaltig vermeiden lassen. Davon profitieren Umwelt, Wirtschaftlichkeit und letztlich alle, die täglich mit den angebotenen Speisen versorgt werden.
„Lebensmittelabfälle zu vermeiden ist weit mehr als ein Beitrag zum Umweltschutz. Es bedeutet, verantwortungsvoll mit wertvollen Ressourcen umzugehen und gleichzeitig wirtschaftlich zu handeln. Entscheidend dafür ist aber auch ein respektvolles und wertschätzendes Miteinander im Team. Nur wenn alle an einem Strang ziehen, können wir solche Erfolge langfristig erreichen“, betont Alexander Fenzl, Küchenleiter am Klinikum Rohrbach.
Bildtexte:
Bildtext 1: Das Küchenteam des Klinikums Rohrbach setzt sich mit gezielter Planung und konsequenten Maßnahmen für die Vermeidung von Lebensmittelabfällen ein.
Bildtext 2: Alexander Fenzl leitet seit 2013 die Küche am Klinikum Rohrbach.
Fotocredit: OÖG, honorarfrei
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Mag.a Katharina Schlaffer
PR & Kommunikation
Klinikum Rohrbach
Tel.: 05 055477-22250
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E-Mail: katharina.schlaffer@ooeg.at
Das Küchenteam des Klinikums Rohrbach setzt sich mit gezielter Planung und konsequenten Maßnahmen für die Vermeidung von Lebensmittelabfällen ein.
Alexander Fenzl leitet seit 2013 die Küche am Klinikum Rohrbach.