Das Pyhrn-Eisenwurzen Klinikum Steyr hat ein innovatives Screening-Programm zur Früherkennung angeborener Cytomegalievirus-(CMV)-Infektionen bei Neugeborenen entwickelt. Ziel ist es, Infektionen mittels Speichelprobe frühzeitig zu erkennen und medizinisch zu versorgen. Während CMV-Screenings international meist auf Studien oder einzelne Programme beschränkt sind, setzt das Klinikum auf einen wissenschaftlich begleiteten und standardisierten Ablauf in der klinischen Praxis. Neugeborene werden unmittelbar nach der Geburt mittels Speichelprobe untersucht, auffällige Befunde durch eine Urinuntersuchung bestätigt. CMV ist weltweit verbreitet und meist symptomlos, kann bei einer Übertragung während der Schwangerschaft jedoch unter anderem zu Hörstörungen oder Entwicklungsverzögerungen führen, die oft erst später erkennbar werden.
Die in Steyr erhobenen Daten werden laufend mit internationalen Forschungsergebnissen verglichen. Dieser wissenschaftliche Austausch führte kürzlich auch zum Besuch australischer KollegInnen. Der kontinuierliche Dialog mit internationalen Partnern unterstützt die Weiterentwicklung des Screening-Programms und die globale Forschung zur CMV-Diagnostik.