Schulkooperation HLPS
Ausbildung
Höhere Lehranstalt für Pflege und Sozialbetreuung - Matura und Diplom der Pflegefachassistenz
Die Schulform der Höheren Lehranstalt für Pflege und Sozialberufe (kurz HLPS) vereint die klassische Matura mit dem Beruf der Pflegefachassistenz. Neben der Allgemeinbildung wird die professionelle und zukunftsorientierte Pflegeausbildung durch die Kooperation mit der Schule für Gesundheits- und Krankenpflege in Bad Ischl gewährleistet. In den berufsspezifischen Pflichtgegenständen werden SchülerInnen der HLPS direkt in der Schule für Gesundheits- und Krankenpflege unterrichtet und absolvieren ihre Praktika im Salzkammergut Klinikum Bad Ischl.
Wie läuft diese Kooperation ab?
Im ersten Jahr findet ein behutsames Hinführen zur Thematik Pflege statt. Ebenso ein Kennenlernen der verschiedenen Einrichtungen und deren BewohnerInnen, PatientInnen oder KlientInnen. Die Schülerinnen und Schüler werden von den Pädagogen beider Schulen begleitet und absolvieren in fünf Jahren die Pflegefachassistenz. Der Unterricht findet in der Höheren Lehranstalt für Pflege und Sozialbetreuung (HLPS) und an der Schule für Gesundheits- und Krankenpflege Bad Ischl statt.
PflegefachassistentInnen (PFA) unterstützen und begleiten pflegebedürftige Menschen innerhalb und außerhalb des Krankenhauses.
Wie sieht das Berufsbild der Pflegefachassistenz aus?
- Eigenverantwortliche Durchführung von Pflegemaßnahmen
- Tätigkeiten im Bereich der Diagnostik und Therapie, zum Beispiel
- Beobachtung des Gesundheitszustandes
- Mitwirkung beim Pflegeassessment
- Handeln in Notfällen
- Legen einer transnasalen und transoralen Magensonde
- Durchführung einfacher Wundversorgung
- Legen des transurethralen Katheters bei Frauen
- …
Wo kann ich nach der Ausbildung arbeiten?
- In Spitälern
- Bei niedergelassenen ÄrztInnen
- Bei selbstständig tätigen diplomierten Gesundheits- und KrankenpflegerInnen
- In Rehabilitationszentren
- In Kuranstalten
- In ambulanten Pflegediensten
- In sonstigen Einrichtungen von Gesundheitsdienstanbietern etc.
Welche Möglichkeiten habe ich nach dem Abschluss?
- Fortbildungen
- Weiterbildungen
- Einstieg in eine der vielen Ausbildungen im Bereich der Gesundheits- und Sozialberufe
- Außerdem kann das Bachelor-Studium der Gesundheits- und Krankenpflege an der FH OÖ um ein Jahr verkürzt absolviert werden.
Was muss ich für die Ausbildung mitbringen?
- Freude am Umgang mit Menschen jedes Alters
- Interesse an pflegerischen und medizinischen Themen und einer derartigen Ausbildung mit hohem Praxisanteil
- Einfühlungsvermögen und Aufgeschlossenheit für soziale Prozesse
- Freude am Arbeiten im Team
- Verantwortungsbewusstsein und Zuverlässigkeit
Falls Sie Interesse an dieser Ausbildung haben, freut sich die HLW Bad Ischl auf Ihre Bewerbung per E-Mail an direktion@hlw-ischl.at
HLPS-SchülerInnen sammelten erste Erfahrungen:
Erstes Praktikum im Salzkammergut Klinikum Bad Ischl begeistert jungen Pflege-Nachwuchs
v.l.n.r.: Pflegepädagogin Carina Weißenborn, BScN, Mariella Mayer, Stationsleitung DGKPin Manuela Feichtinger und Carolin Muhr freuen sich über das gelungene Praktikum auf der Unfallstation am Salzkammergut Klinikum Bad Ischl
BAD ISCHL. Die 3. Klasse der Höheren Lehranstalt für Pflege und Sozialbetreuung (kurz HLPS) in Bad Ischl absolvierte soeben das erste Pflegepraktikum: Diese SchülerInnen sind der erste Jahrgang des neuen Ausbildungsmodells, das eine Matura mit dem Abschluss zur Pflegefachassistenz (PFA) verbindet. In enger Kooperation mit der Schule für Gesundheits- und Krankenpflege Bad Ischl werden die SchülerInnen umfassend auf ihre zukünftigen Aufgaben im Pflegeberuf vorbereitet, theoretisch wie praktisch.
Ein besonders wichtiger Baustein dieser Ausbildung sind die Pflegepraktika ab 17 Jahren, von denen das erste Mitte Jänner startete. Zwei der Praktikantinnen, Carolin Muhr und Mariella Mayer, absolvierten ihr erstes Praktikum auf der Unfallstation des Salzkammergut Klinikums Bad Ischl. Im Gespräch erzählen sie von ihren Eindrücken, Erlebnissen und ersten Aha-Momenten.
Motiviert, engagiert und offen: Ein gelungener Start in die Praxis
Die beiden Auszubildenden zeigen sich von ihrer Praktikumsstelle begeistert.
„Es war sehr vielfältig. Wir lernten, die Theorie in die Praxis umzusetzen und sammelten erste praktische Erfahrungen“, beschreibt Mariella Mayer ihren Alltag. Auch ihre Kollegin Carolin Muhr blickt positiv auf die ersten vier Wochen zurück: „Ich bin sehr froh, dass ich hier zugeteilt wurde. Ich habe mir davor nicht richtig vorstellen können, was mich erwartet, aber ich bin richtig glücklich. Es hat mir wirklich gut gefallen.“
Das bestätigt auch die Stationsleitung, DGKPin Manuela Feichtinger, die die jungen Praktikantinnen vom ersten Tag an begleitete: „Die Schülerinnen waren sehr engagiert und motiviert. Man merkt, dass sie wissbegierig und sehr offen sind, obwohl es ihr erstes Praktikum war. Sie passen hervorragend ins Team und zeigen große Teamfähigkeit.“
Einblick in den Stationsalltag
Der Alltag auf der Unfallstation war für beide Schülerinnen sehr spannend und richtete sich ganz auf das Tagesgeschehen. Eine kleine Routine hat sich bei beiden dennoch eingespielt. „In der Früh unterstützten wir bei der Köperpflege und begrüßten die PatientInnen“, erzählt Mayer. „Dann haben wir Blutdruck gemessen, dokumentiert, das Frühstück gebracht. Und dann haben wir gesehen, was an diesem Tag noch ansteht, je nachdem welche Patienten eingetroffen sind.“ Für Carolin Muhr war ihre erste Praktische Anleitung (kurz PAL) ein wichtiger Schritt: „Ich war zuerst sehr nervös, aber durch die Unterstützung von Frau Weißenborn, unserer Pflegepädagogin an der Schule für Gesundheits- und Krankenpflege in Bad Ischl, habe ich schnell Sicherheit gewonnen. Gemeinsam haben wir das wirklich gut gemeistert.“
Carina Weißenborn, BScN, die die SchülerInnen seit Ausbildungsstart begleitet, blickt zufrieden auf die Auszubildenden. „Die praktische Begleitung ist ein wesentlicher Bestandteil während der PFA-Ausbildung. Es macht mich sehr stolz zu sehen, wie gut sich die Schülerinnen im Team integriert haben und das Gelernte umsetzen konnten.“
Theorie trifft Praxis
Beide Schülerinnen fühlten sich gut auf den Einsatz auf der Unfallstation vorbereitet.
„Man konnte zwar noch nicht überall mitreden“, so Mayer, „aber man hat schon verstanden, worüber gesprochen wird, wie man damit umgeht und was man tun kann. Das war extrem hilfreich.“
Die Stationsleitung sieht die Kooperation mit der HLPS als große Chance, aber auch als Lernprozess. „Natürlich ist es auch für die Praktikumsstellen eine Herausforderung, weil es so viele unterschiedliche Ausbildungswege in der Pflege gibt. Wir wünschen uns in Zukunft noch mehr Zusammenarbeit mit der Schule und den Lehrkräften.“
Prägende Momente: Erste Notfälle, Herzalarm und echte Teamarbeit
Die ersten Praxiserfahrungen haben Eindruck hinterlassen.
„Wir hatten schon Notfälle und ich dachte immer, ich weiß nicht, wie ich reagieren soll“, berichtet Mayer. „Aber das hat sich jetzt definitiv geändert. Es ist etwas anderes, nur darüber zu hören oder wirklich dabei zu sein.“
Für Muhr war ein Herzalarm ein besonders prägender Moment.
„Zum Glück war es dann nichts Ernstes, aber zu sehen, wie plötzlich eine Menge Ärzte und Pflegekräfte ins Zimmer gerannt kamen, das war wirklich spannend.“
Ein Beruf mit Herz und einer klaren Zukunftsperspektive
Die Erfahrungen der letzten Wochen haben den Schülerinnen ihre berufliche Richtung bestätigt.
„Ich war mir zunächst nicht sicher, ob der Pflegeberuf wirklich das Richtige für mich ist“, sagt Mayer. „Aber jetzt weiß ich: Ja, das will ich machen.“
Auch Muhr kann sich eine Zukunft auf der Unfallstation gut vorstellen: „Es hat mir wirklich gut gefallen und bin so froh, dass ich mein erstes Praktikum hier machen durfte.“ Die Stationsleitung, Frau Feichtinger blickt optimistisch in die Zukunft der beiden Nachwuchskräfte und hat einen einfachen Rat für ihre weitere Laufbahn: „Weiter so! Man merkt genau, es ist das Richtige für euch.“
Fazit: Die beiden HLPS-Schülerinnen zeigen eindrucksvoll, wie engagiert und motiviert die nächste Generation der Pflegefachkräfte sein kann. Mit einer fundierten Ausbildung, einer starken Kooperation zwischen Schule und Gesundheitswesen und der Begeisterung der Jugendlichen steht der Pflegeberuf im Salzkammergut auf einem starken Fundament.
Erfolgreiche Kooperation und
neue Bildungswege in der Pflege in Bad Ischl
Ende März 2025 besuchte Mag. Karl Lehner (Mitglied der Geschäftsführung der Oberösterreichischen Gesundheitsholding) gemeinsam mit Mag. Franz Stadlmann (Direktor der Schulen für Gesundheits- und Krankenpflege am Salzkammergut Klinikum) die Höhere Lehranstalt für Pflege und Sozialbetreuung (kurz HLPS) in Bad Ischl, um sich vor Ort mit HLPS-Direktor Mag. Rainer Posch auszutauschen. In einem Arbeitsgespräch wurde ein Rückblick auf die letzten Jahre geworfen und zukünftige Pläne für die nächsten Jahre wurden skizziert.
Erster Schulversuch im Jahr 2020
Was 2020 mit einem Schulversuch startete, erlebt bis heute großen Zuwachs. Direktor Mag. Rainer Posch freut sich über die positive Resonanz in der Region und das rege Interesse der Bevölkerung an der HLPS in Bad Ischl.
„Wir sind sehr froh, mit der Schule für Gesundheits- und Krankenpflege einen so kompetenten Partner an unserer Seite zu haben.“, freut sich Mag. Rainer Posch, Direktor der HLPS Bad Ischl. „So ist die Qualität der fachlichen Ausbildung gewährleistet, was vor allem den jungen Leuten, aber in der Folge uns allen zu Gute kommt.“ Für das kommende Schuljahr sind übrigens an der HLPS noch einige Plätze frei und Anmeldungen werden noch entgegengenommen.
Auch seitens der OÖ Gesundheitsholding freut man sich über die gelungene Kooperation
„Es ist toll, hier im Herzen des Salzkammerguts eine solch erfolgreiche Kooperation zu haben und eine weitere Form der Pflegeausbildung regional anbieten zu können.“, so Mag. Karl Lehner, Mitglied der Geschäftsführung der OÖ Gesundheitsholding, kurz OÖG.
„Die HLPS-Kooperation bereichert unser Ausbildungsangebot in Bad Ischl enorm. Es entsteht ein toller Austausch mit den SchülerInnen und dem PädagogInnenteam.“, erläutert Mag. Franz Stadlmann, Direktor der Schulen für Gesundheits- und Krankenpflege im Salzkammergut.
Gruppenfoto von links nach rechts:
Mag. Karl Lehner, MAB ; Mag. Rainer Posch; Elfriede Nußbaumer, MBA, BA, MA; Mag. Franz Staldmann, MAB
Gruppenfoto mit 1. Klasse HLPS
