Das Klinikum Rohrbach lud kürzlich zentrale Einsatz- und Führungskräfte des Bezirks zu einem fachlichen Austausch über die organisationsübergreifende Bewältigung von Großschadenslagen.
Großschadensereignisse stellen alle beteiligten Organisationen vor enorme fachliche und organisatorische Herausforderungen. Um für solche Szenarien bestmöglich gerüstet zu sein, organisierte das Klinikum Rohrbach ein Bezirksnetzwerk zum Thema Großschadensfall. Im Veranstaltungssaal der Raiffeisenbank Rohrbach kamen Vertreterinnen und Vertreter aus Gesundheitswesen, Rettungsorganisationen, Polizei, Feuerwehr und Bezirkshauptmannschaft zu einem intensiven fachlichen Austausch zusammen.
Großeinsatz am Beispiel Graz
Im Mittelpunkt stand das Einsatzszenario an einer Grazer Schule am 10. Juni 2025. Dabei kamen am Bundesoberstufenrealgymnasium Dreierschützengasse neun Schülerinnen und Schüler sowie eine Lehrerin ums Leben, zahlreiche weitere Personen wurden schwer verletzt.
In ihren Fachvorträgen gaben Wolfgang Burock, MSc (Rotes Kreuz, Einsatzleiter Graz) und Chefinspektor Thomas Größinger (LPD Steiermark) detaillierte Einblicke in die Einsatzchronologie und Entscheidungsfindung. Sie erläuterten die besondere Bedeutung klarer Führungs- und Kommunikationsstrukturen in der Akutphase. Dabei wurden zentrale Herausforderungen ebenso thematisiert wie wesentliche Learnings für künftige Einsatzlagen.
„Großschadenslagen lassen sich nur dann gut bewältigen, wenn alle beteiligten Organisationen ein gemeinsames Verständnis von Abläufen, Schnittstellen und Verantwortlichkeiten haben. Genau dafür ist dieses Bezirksnetzwerk da“, betont Prim. Dr. Kostja Steiner, MBA, Ärztlicher Direktor und Leiter des Notarztdienstes am Klinikum Rohrbach.
Stärkung der Zusammenarbeit
In den anschließenden Statements der anwesenden Organisationen wurden unterschiedliche Perspektiven eingebracht und jene Themen identifiziert, die künftig vertieft bearbeitet werden sollen. Ein gemeinsames Get-together bot darüber hinaus Raum für persönlichen Austausch und Vernetzung.
Ziel ist es, die bestehende Zusammenarbeit weiter zu stärken und einen tragfähigen, zukunftsorientierten Handlungsrahmen für Großschadenslagen im Bezirk Rohrbach zu schaffen.

